Die Kultivierung der ehemaligen Deponie Beesewege (Volksstimme berichtete) macht Fortschritte. Bis Jahresende sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein, im Frühjahr 2011 soll die Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern erfolgen.

Beesewege/Bülitz. Wer in diesen Tagen an der ehemaligen Deponie zwischen Bülitz und Beesewege vorbeikommt, sieht weißen Rauch aufsteigen. Das ist weniger das Zeichen dafür, dass von der Müllhalde keine Gefahr mehr ausgehen kann, sondern vielmehr der Beweis, dass die Kultivierungsarbeiten in vollem Gange sind. Der weiße Staub besteht aus Kalk, mit dem das kontaminierte (verunreinigte) Erdmaterial versetzt wird, um es zu binden. Danach wird es lagenweise eingebaut und mit einer "Wasserhaushaltschicht" abgedeckt. Da der Untergrund aus einer zwölf Meter mächtigen Schicht aus gewachsenem Geschiebemergel besteht, wird der kontaminierte Boden sozusagen mit wasserundurchlässigem Material "eingepackt". Das war gestern von Vertretern des Auftraggebers (GESA; Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten) und der bauausführenden Firma zu erfahren.

Die "Wasserhaushaltschicht" verhindert, dass Wasser an das kontaminierte Material gelangt. Anfallendes Wasser wird künftig in drei Verdunstungsbecken, die im vorderen Bereich der Deponie angelegt werden, abgeleitet. "Da wird dann auch mal Schilf wachsen und vielleicht auch einmal eine Ente brüten", so gestern die Fachleute. Im vorderen Bereich, gelegen an dem Verbindungsweg zwischen Bülitz und Beesewege, wurde das kontaminierte Erdreich bereits zu großen Teilen abgeräumt und in den dahinterliegenden Festpolder (Aufschüttung) eingebaut.

Die Raupe schiebt derzeit auf unbelastetem Untergrund ein Planum. Darauf werden dann nach erfolgter Prüfung des Untergrundes lagenweise Kies und Sand eingebaut. Den Abschluss bildet rekultivierungsfähiger Boden. Die Erdarbeiten sollen bis zum Jahresende auf der gesamten Deponie abgeschlossen sein.

Im Frühjahr 2011 beginnt dann die Bepflanzung des Areals mit Bäumen und Sträuchern. Das Grundwasser wird weiterhin regelmäßig durch einen Teil der weiter aktiven Meßstellen überprüft. Wegen der erforderlichen Nachsorge bleibt der Zaun, der das gesamte Deponiegelände umgibt, noch mindestens zwei Jahre stehen.

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