Zur Jahreswende 2009/2010 wurde es in Bahrendorf zur Gewissheit, dass die Ortschaft der Gemeinde Sülzetal keine Ortswehr mehr hat, diese vom Einsatzdienst abgemeldet werden müsste. Doch noch vor der Jahreswende 2010/2011 kam die gute Nachricht, dass die Kameraden wieder einsatzbereit sind.

Bahrendorf. Die Kameraden sind nicht nur wieder einsatzbereit, sondern haben selbst in den vergangenen Monaten sehr viel Einsatz gezeigt. Vor einigen Monaten, Ende Februar 2010, hatte der damals kommissarisch eingesetzte Wehrleiter Uwe Schubert seinen kurzen Rechenschaftsbericht mit den Worten begonnen: "Die Hoffnung stirbt zuletzt." . Diesen Worten sollten Taten folgen.

Die Bahrendorfer Wehr war seinerzeit vom Einsatzdienst abgemeldet worden, weil es in der Wehr keinen Gruppenführer oder höher in der Feuerwehr tätigen Kameraden gab, der berechtigt war, die Standortausbildung durchzuführen. Der Gesetzgeber schreibt aber vor, dass jedes Feuerwehrmitglied pro Jahr an mindestens 40 Stunden Aus- und Weiterbildung am Standort teilnehmen muss.

Mit Hilfe der Feuerwehren Egeln und Sülldorf wurde die Ausbildung der Kameraden vor allem am Standort vorangetrieben. Gemeindewehrleiter Marco Dahlke kann heute einschätzen: "Die jetzt wieder aktiven Mitglieder der Feuerwehr Bahrendorf haben an bis zu 30 Ausbildungsabenden teilgenommen, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität. Vier Kameraden haben die im Herbst im Sülzetal durchgeführte Grundausbildung (Truppmann Teil I) absolviert. Außerdem haben vier Kameraden ihre Sprechfunkausbildung im November 2010 in Osterweddingen beendet, so dass die zehn Kameraden insgesamt 389 Stunden Standortweiterbildung und 340 Stunden Ausbildung in 2010 absolviert haben, somit erfüllt jeder die Mindestanforderung von 40 Stunden pro Jahr. Damit konnten wir die Feuerwehr wieder in den aktiven Dienst stellen."

Und nicht nur das. Für die weitere Standortausbildung ist nunmehr eine entsprechende Führungskraft vorhanden. Der vor kurzem gewählte neue Wehrleiter Maik Schneemann ist mit der Qualifizierung als Gruppen- und Verbandsführer bestens für die Ausbildung vor Ort geeignet. Andererseits berichtet Marco Dahlke weiterhin, dass für die Bahrendorfer Kameraden auch in 2011 entsprechende Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene ge-plant sind.

Der neue Wehrleiter Maik Schneemann denkt da vor allen Dingen an die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern, von einem Maschinisten oder von zwei Funkern, und er schätzt ein, dass in Bahrendorf gute Arbeitsgrundlagen vorhanden sind.

Uwe Schubert ist zu danken, so der Wehrleiter. Er habe als kommissarisch eingesetzter Wehrleiter die Truppe zusammengehalten und mit dafür gesorgt, dass die Bahrendorfer Wehr nun wieder einsatzbereit ist.

Er ist nun offiziell stellvertretender Wehrleiter.

Vor allem Uwe Schubert ist es wichtig, auch dem Ortsbürgermeister Wolfgang Damke für die Unterstützung zu danken.

Technische Probleme sind noch zu lösen

So fit die Bahrendorfer Truppe nun auch wieder ist: die technischen und räumlichen Bedingungen haben sich keineswegs gebessert. Das Einsatzfahrzeug ist ein Oldtimer, das Gerätehaus ist seinen Namen nicht wert.

Die Ausbildung findet im Bürgerhaus statt, hier hat die Wehr ihren gesonderten Raum. Unter diesen genannten schlechten Bedingungen ist das Engagement der Kameraden, dennoch weiterzumachen, nicht hoch genug einzuschätzen, so der Wehrleiter.

Doch wie werden nun diese Probleme gelöst? "Noch bis zum 30. Juni haben wir Zeit, die Risikoanalyse mit der Brandschutz- und Bedarfsplanung fertigzustellen. Danach können wir festlegen, wo welches Einsatzfahrzeug in der Gemeinde steht, welche vorhandenen Fahrzeuge wohin umgesetzt werden. Entsprechend können wir festlegen, wo neue Gerätehäuser oder Garagen notwendig sind", erklärt dazu Marco Dahlke.