Wie oft haben die Sülzetaler im vergangenen Jahr die Worte: "Wir haben kein Geld! Wir haben keinen Haushalt" - gehört? 2014 soll es besser werden. Der neue Bürgermeister Jörg Methner stellte eine Aufgabe ganz oben an: die Aufstellung eines Haushaltes.

Sülzetal l Was Anfang 2013 noch optimistisch klang, sollte sich im weiteren Verlauf des Jahres ins Gegenteil kehren: Die Gemeinde Sülzetal war in den vergangenen zwölf Monaten nicht in der Lage, dem Gemeinderat einen Haushalt zur Beschlussfassung vorzulegen. Damit war die Kommune erneut kaum arbeitsfähig, galt die vorläufige Haushaltsführung.

Als besonders problematisch sollte sich 2013 herausstellen, dass das Sülzetal nicht in der Lage war, einen Haushalt nach nun doppischen Grundsätzen aufzustellen. Damit hinkt die Gemeinde anderen Kommunen hinterher, die sich längst, wie vom Land gefordert, von der kameralistischen Haushaltsführung verabschiedet haben und nun nach der Doppik arbeiten.

Mit der Amtseinführung des neuen Bürgermeister Jörg Methner zum 1. Dezember hatte dieser gesagt, dass er es als dringendste und wichtigste Aufgabe ansehe, dass das Problem Haushalt gelöst werde, denn nur so sei die Kommune arbeitsfähig, könne es in der Gemeinde in Zukunft wieder vorangehen. "Für 2014 müssen wir einen Haushalt auf die Reihe bekommen. Hier müssen wir ein Zeichen setzen und den Gemeinderäten einen Haushalt zur Beschlussfassung vorlegen", bekräftigte Jörg Methner sein Vorhaben in diesen Tagen.

Und der neue Sülzetal-Bürgermeister lässt seinen Worten bereits Taten folgen. "Um den Haushalt unter doppischen Gesichtspunkten aufstellen zu können, brauchen wir Hilfe, sprich Fachleute. Ich habe mit dem Trink- und Abwasserverband Börde gesprochen. Ab dem 7. Januar wird eine Kollegin von dort per Abordnung bei uns eingestellt. Damit können wir das Problem Haushalt gezielt in Angriff nehmen", berichtet Jörg Methner.

Mit der Tatsache, dass das Sülzetal 2013 keinen Etat vorlegen konnte, wurde zudem das Haushaltskonsolidierungskonzept nicht weiter fortgeschrieben. "Wollen wir aber unsere Finanzen ordnen, müssen wir uns alle Konsolidierungspunkte noch einmal ansehen", fordert Methner.

Über den Stand der Vorbereitungen zur Einführung der doppischen Haushaltsführung berichtete kürzlich Hauptamtsleiter René Kellner, dass im Rahmen der Eröffnungs- bilanz die Inventur der gesamten Gemeinde einschließlich Ganztagsschule abgeschlossen sei. Offen sei allerdings noch die Bewertung der Straßen.

Wie Kellner weiter berichtet, habe es zur Einführung der Doppik auch Schulungen der Mitarbeiter gegeben, wurde ein neues Computerprogramm eingeführt. Letztlich auch, um mit Kostenstellen arbeiten zu können.

 

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