Vollgestopft mit Arbeit war das Jahr 2013 für die Kameraden der Remkersleber Feuerwehr. Neben 20 Einsätzen standen auch Hunderte Stunden für die Ausbildung und die kulturelle Arbeit zu Buche.

Remkersleben l Es war eine echte Überraschung für den Ortswehrleiter der Remkersleber Feuerwehr, Andreas Uhde, als er im Beisein seiner Kameraden das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt angesteckt bekam. In Vertretung nahm Ulf Nohr als Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Börde die Auszeichnung vor. Burkhard Wegner als Stadtwehrleiter hat sie beantragt, um die Verdienste Uhdes in der Ortsfeuerwehr Remkersleben und als stellvertretender Stadtwehrleiter zu würdigen.

20 Einsätze bedeuten eine Steigerung um 60 Prozent

Für den Ortswehrleiter dürfte es aber auch ein i-Tüpfelchen auf einem wirklich ereignisreichen Jahr 2013 gewesen sein. Allein mit den 20 Einsätzen hatte die Remkersleber Ortsfeuerwehr zwölf mehr als im Jahr zuvor. Mehrere Brände unterschiedlichen Ausmaßes, Ölspuren, Verkehrsunfälle, Sturmschäden oder auch das Hochwasser in der Umgebung von Wolmirstedt forderten das Können der Kameraden. Auch Brandmeldeanlagen lösten mehrmals fehlerhaft aus und bescherten den Remkersleber einige zusätzliche Einsätze.

Damit im Einsatz die Handgriffe sitzen, bilden sich die Feuerwehrleute regelmäßig weiter und lassen sich in speziellen Lehrgängen auf Stadt-, Kreis- und Landesebene ausbilden. "Im vergangenen Dienstjahr wurden durch die Kameraden in Lehrgängen 722 Ausbildungsstunden geleistet", erklärte Andreas Uhde und ist stolz auf den "sehr guten Ausbildungsstand". Er lobte, dass die Ortsfeuerwehr besonders im Bereich des Atemschutzes beispielhaft vorangeht. "Mit zehn Atemschutzgeräteträgern stellen wir einen erheblichen Anteil der insgesamt nur etwa 80 Atemschutzgeräteträger in der Einheitsgemeinde", unterstrich er. Allerdings hätten fehlende Ausbildungsstunden durch mangelnde Dienstbeteiligung dazu geführt, dass zwei Feuerwehrleute vorerst nicht mehr als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden können.

Und dennoch sagte auch Burkhard Wegner als Stadtwehrleiter: "Ihr seid eine Wehr, auf die man sich verlassen kann, und ich wäre froh, wenn es in anderen Feuerwehren so viele Atemschutzgeräteträger gäbe." Einsätze wie der Wohnhausbrand am 5. Mai des vergangenen Jahres in Groß Rodensleben hätten gezeigt, wie wichtig Atemschutzgeräteträger in ausreichender Zahl sind.

"Die Dienstbeteiligung ist mit Sicherheit weiterhin verbesserungsfähig", schätzte Andreas Uhde ein. Und das auch vor dem Hintergrund, dass in den Diensten der sichere Umgang mit der Technik geschult wird, aber auch das Vertrauen bei der Zusammenarbeit zwischen den Kameraden wächst. Um auch denen, die aus beruflichen Gründen an den Dienstabenden nicht teilnehmen können, eine Möglichkeit der Ausbildung zu geben, möchte der Ortswehrleiter in diesem Jahr halbjährliche Ausbildungstage am Wochenende einführen.

Nachwuchsabteilung ist zum Nachrücken bereit

Insgesamt hat die Remkersleber Feuerwehr derzeit 24 aktive Mitglieder, davon sechs Frauen. In der Alters- und Ehrenabteilung, in die auch passive Mitglieder eingeordnet werden, sind derzeit 13 Kameraden. Aber auch die Jugend steht in den Startlöchern.

Wie Jugendwart Torsten Hornig während der Jahreshauptversammlung berichten konnte, betrug die Beteiligung bei den 33 Dienstabenden der Jugendfeuerwehr im Jahr 2013 im Durchschnitt 70 Prozent. Die sechs "Feuerwehrleute von morgen" haben sich am Fackel-umzug, beim Kinderfest, bei einigen Wettkämpfen, beim Gedenken am Volkstrauertag sowie bei einer Weihnachtsfeier beteiligt. Mit einem Blick voraus, deutete der Jugendwart an, dass auch das Jahr 2014 für die Feuerwehrjugend ereignisreich werden könnte.

"Ihr gestaltet die Nachwuchsarbeit positiv", erklärte Ulf Nohr in seinem Grußwort und lobte auch, dass die Zusammenarbeit aller Bereiche der Wehr gut funktioniert.

Um auch Kinder, die vom Alter her noch nicht in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden können, zu begeistern, hat die Remkersleber Wehr nun auch eine Kinderfeuerwehr. Die Gründung zählte zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender des vergangenen Jahres "Ohne unseren Feuerwehrverein hätten wir das aber nicht leisten können", erklärte Andreas Uhde.

Doch der Förderverein ist nicht nur zur Stelle, wenn es um die Kinderfeuerwehr geht. So waren auch neben dem Kinderfest das Osterfeuer und das Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr große Erfolge, an die der Verein in diesem Jahr anknüpfen möchte. "Wir haben uns gegründet zur Unterstützung der aktiven Wehr, der Jugend- und der Kinderfeuerwehr", sagte Rigo Klapa als Vorsitzender des Fördervereins. Viel sei für das kulturelle Leben des Dorfes auf die Beine gestellt worden, was aber ohne Unterstützung der Feuerwehrkameraden nicht möglich wäre.

Förderverein will den Bau der Garage vorantreiben

Aber die Ziele bleiben auch für 2014 die gleichen. Höhepunkt soll das Jubiläum der Frauenfeuerwehr sein, das im vergangenen Jahr aus terminlichen Gründen verschoben werden musste. Und auch die Garage für das Mannschaftstransportfahrzeug soll endlich Formen annehmen.