Die "Bahrndorper" haben ihre so ganz eigene Art das neue Jahr zu begrüßen - sie grillen an. Zum zehnten Mal wurde 2014 zum Neujahrsgrillen eingeladen und viele Sülzetaler waren wiederum der Einladung gefolgt.

Bahrendorf l "Wir sind die ersten in ganz Sachsen-Anhalt, die mit dem Grillen beginnen", davon ist Carsten Loof, Vorsitzender des Bahrendorfer Heimatvereins "de Bahrndorper", überzeugt. Immer am 5. Januar wird der große Grill vor dem Bürgerhaus angeheizt. Gemeinsam begrüßen die Bahrendorfer mit Gästen aus dem Sülzetal und darüber hinaus das neue Jahr. So lange bleibt auch stets die Weihnachtstanne vor dem Bürgerhaus stehen. Die große Tanne erleuchtete auch in diesem Jahr mit ihren 400 Lichtern plus großem Stern als Spitze das Areal. Viel zu tun gab es für die fleißigen Helfer am Grill und am Getränkestand.

Nicht ohne Stolz verkündete Carsten Loof zur Begrüßung der Gäste, dass 2014 nun schon zum zehnten Mal das Neujahrsgrillen erfolgreich über die Bühne ging. "Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre haben wir im wahrsten Sinne des Wortes so manchen Sturm überstanden, Regen und klirrende Kälte. Zwischen den einzelnen Veranstaltungen lagen wohl Temperaturunterschiede von bis zu 30 Grad", schätzt der Vereinsvorsitzende.

Er nahm das zehnte Neujahrsgrillen zum Anlass, um einige Männer und Frauen aus dem Heimatverein, der am 26. Januar 2005 gegründet wurde, zu verabschieden. Dieter und Hannelore Loof, Renate und Georg Rosentreter, Brigitte und Karl-Heinz Teupel, Martina Seitz sowie Petra und Volker Henschel haben aus Alters- und Gesundheitsgründen den Verein verlassen. Damit ist der Bahrendorfer Heimatverein auf 21 Mitglieder "geschrumpft".

Alljährlich beginnt der Veranstaltungsreigen der "Bahrndorper" mit dem Neujahrsgrillen, es folgen das Osterfeuer, das Aufstellen des Maibaumes und schließlich der Höhepunkt des Jahres - das Bahrendorfer Lichterfest. Auch das Aufstellen des Weihnachtsbaumes vor dem Bürgerhaus ist zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungsplanes geworden.

Doch der Heimatverein "de Bahrndorper" hat sich mit Gründung des Vereins vor neun Jahren auch auf die Fahnen geschrieben, mit verschiedenen Arbeitseinsätzen zur Verschönerung des Ortes beizutragen. Drei bis vier Arbeitseinsätze gibt es pro Jahr. In erster Linie wird dann am Wahrzeichen des Ortes - am "Männecken Piss" - Hand angelegt. Viel wurde in den vergangenen Jahren für den Erhalt der mehr als 50 Jahre alten Figur getan und viele Arbeitsstunden wurden in die Verschönerung des gesamten Areals gesteckt. "In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt beim ,Männecken Piss\' beim äußerlichen Verfugen des Wasserbeckens", erklärt Carsten Loof.

Doch die Mitglieder des Heimatvereins haben in den vergangenen Jahren auch etliche Arbeitseinsätze auf und am Friedhof geleistet, kümmern sich die Männer und Frauen vor allem um die Pflege der Flächen rund um die Kriegerdenkmale.

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