Oschersleben (rdö) l In der Diskussion über die Standortfrage des künftigen Oschersleber Kombibades äußert sich jetzt Andrea Hasselmann von der Initiative "Pro Oschersleben". Sie reagiert damit auf den Artikel "Bad-Bürgerinitiative gegen Schnellschuss" vom 8. Januar. In diesem Artikel hatte die Bürgerinitiative "Rettet das Freibad" unter anderem gefordert, die Standort-Entscheidung am 12. Februar noch nicht zu treffen, sondern sich dafür mehr Zeit zu lassen.

Andrea Hasselmann hält dagegen: "Endlich liegen Exposees über beide möglichen Standorte vor. Zum ersten Mal in der Diskussionen über das neue Kombibad empfinde ich wahre Demokratie." Beide Standorte, also der am Bahnhof und der am bisherigen Freibad, seien im Detail sowie mit Blick auf alle Eventualitäten geprüft worden. "In der jüngsten Ratssitzung vom 4. Dezember wurde der Sitzungsplan für das erste Halbjahr 2014 beschlossen. Der beinhaltet auch die Zeitschiene bis zum 12. Februar. An dem Tag sollen laut Sitzungsplan in einer Sondersitzung des Stadtrates die beiden Exposees zum Kombibad öffentlich ausgewertet werden", wie Andrea Hasselmann weiter sagt.

Grundanliegen aller Ratsmitglieder sei es doch, dass der alte Rat noch vor der Neuwahl eine Entscheidung trifft. "Ich denke, das ist eine sehr kluge Einstellung des Rates", so Andrea Hasselmann, die weiter sagt: "Seit 4. Januar liegen allen Ratsmitgliedern und demnach sicherlich auch den anderen Interessenvertretern die Analysen zu beiden Standorten vor. Bis zum 12. Februar sollte es doch jedem möglich sein, beide Exposees im Detail bewertet zu haben."

Da beide Exposees von den jeweiligen Interessengemeinschaften und den dazugehörigen Fachplanern "mit viel Liebe zum Detail" erarbeitet worden seien und diese nun fertig vorliegen würden, "stellt sich für mich die Frage nach dem Sinn dieser von der Freibad-Bürgerinitiative erneut eröffneten Diskussion", wie Andrea Hasselmann sagt.

Pro oder Kontra werde in jedem Exposees zu finden sein. "Ich habe Respekt und damit verbunden auch Akzeptanz beiden Exposees gegenüber, was eine notwendige Voraussetzung für eine objektive Bewertung beider Standorte ist."

Und Andrea Hasselmann abschließend: "Wenn eine solch wichtige Entscheidung für Oschersleben ein Wahlkampfthema werden würde, "dann wird das doch ein reines Politikum."

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