Bei der Ausstattung ihrer Trainingswohnung in der Wefensleber Lindenallee kann die Förderschule "Miteinander" abermals auf Unterstützung der Bürgerstiftung Ostfalen zählen. Die am Mittwoch überreichte 500-Euro-Spende bedeutet für die sechsköpfige Schüler-WG eine enorme Hilfe.

Wefensleben l "Schön", verlieh Schülerin Sarah ihrer Freude Ausdruck, "das ist für uns doch viel Geld", und sprach damit auch ihren fünf WG-Kameraden aus der Seele. Allesamt hatten sie sich für den angekündigten Besuch an diesem Mittwochvormittag mächtig ins Zeug gelegt. Da wurde ein einladendes Menü auf die Frühstückstafel gezaubert und höflichst ein stilvollendeter Empfang in der Dreiraumwohnung zelebriert. Das hatte was und war doch nur ein kleiner Einblick in das, was die Förderschule hier jeweils mit dem Abschlussjahrgang schafft.

"Wir unterstützen das Projekt Trainingswohnung nun schon seit mehreren Jahren", sagte Joachim Traumann, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung Ostfalen, "und ich kann nur immer wieder betonen, dass wir von dem Konzept überzeugt und von der nachhaltigen Umsetzung begeistert sind." Dementsprechend habe die Stiftung auch für dieses Schuljahr eine Zuwendung bewilligt - 500 Euro, die der WG höchst willkommen sind.

"Denn wir brauchen noch einiges an Mobiliar und Ausstattungsmaterial", so Klassenlehrerin Peggy Lotz, "ganz dringend ein Bügeleisen, ein Sideboard und einen Waschbeckenunterschrank." Dafür, da ist man in der WG sicher und dankbar, sollte das Spendengeld langen. "Das ist bereits die dritte Wohnung, die wir neu beziehen mussten", gibt Beate Lehmann, stellvertretende Schulleiterin, zu bedenken, "da fängt man gewissermaßen immer wieder von vorn an und umso hilfreicher ist für uns das Engagement der Bürgerstiftung."

Im vergangenen Jahr habe man sich auf die Einrichtung des Arbeitszimmers konzentriert. Dort werden am Computer zum Beispiel die Wochenpläne und Arbeitslisten erstellt - anhand von Bildern, Terminen und Tabellen, die dann ordentlich an der Pinnwand drapiert werden, so dass immer jeder weiß, was er zu tun hat. Dazu gehören freilich auch die Flurwochen im Wohnblock 23 und der Reinigungsdienst in der Wohnung. "Das Putzen machen wir nicht so gern", gibt WG-Mitglied Steven zu, "aber es geht schon, und wir kommen gut mit den Nachbarn klar." Generell genießen es die Schüler, hier in dieser Form eigenverantwortlich zusammenzuarbeiten: "Dass wir selbst entscheiden können, selbst kochen und einkaufen und so, das ist toll", meint der zweite Steven der WG. Und Joachim Traumann äußerte sich zuversichtlich, im nächsten Schuljahr wieder vorbeizuschauen.