Den 25. Jahrestag des Mauerfalls vor Augen, wollen die benachbarten Kommunen diesseits und jenseits der Landesgrenze Einigkeit zelebrieren. Auf Initiative der Stadt Helmstedt wurde nun eine Arbeitsgruppe für gemeinschaftliche Projekte und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr gegründet.

ObereAller/Helmstedt l Die Berliner Mauer steht dokumentarisch gewiss an oberster Stelle, ruft man sich das Geschehen ab dem 9. November 1989 ins Gedächtnis. Doch wurde am wichtigsten Verbinder jener Zeit, dem Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, erweitert auch um den Berührungspunkt zwischen Hötensleben und Schöningen, nicht minder bedeutsame Vereinigungsgeschichte geschrieben. Die Anrainergemeinden der einstigen Ideologien- und heutigen Landesgrenze haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, im Jubiläumsjahr des Mauerfalls auf kommunaler Ebene noch nachdrücklicher, als es ohnehin schon oft der Fall ist, zu paktieren.

Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt, hatte dementsprechend Amtskollegen und kommunale Partner in dieser Woche im Helmstedter Rathaus zusammengetrommelt. "Unsere Region wurde nachhaltig von der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands geprägt," führte Schobert aus, "und wo lässt sich besser über das Zusammenwachsen nachdenken und feiern als dort, wo die Trennung am stärksten deutlich wurde?"

Die Arbeitsgruppe - für die Obere Aller wohnten die Bürgermeister Werner Müller (Harbke) und Dieter Buchwald (Hötensleben) dem Treffen bei - will die Fülle an bevorstehenden Veranstaltungen zum Grenzjubiläum koordinieren, sich gezielt Themenprojekten widmen und diese unterstützen. Im ersten Schritt wurde ein Übersichtskalender erstellt. "Ziel ist, diesen permanent zu aktualisieren. Gerne nehmen wir weitere geplante Veranstaltungen darin auf", so Anja Kremling-Schulz, zuständige Mitarbeiterin der Stadt Helmstedt.