Zum 16. Mal organisierten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neuwegersleben eine Grünkohlwanderung als ersten Veranstaltungshöhepunkt des Jahres im Ort.

Neuwegersleben l Wiederum fanden sich ausschließlich Männer zur Wanderung ein. "Ob sich die Frauen nicht trauen?", fragte sich Ortswehrleiter und Hauptorganisator Detlef Maryniak und schien recht ratlos über das Fehlen der Weiblichkeit zu sein.

Dennoch ließ sich die Männerrunde die Laune nicht verderben und startete frohen Mutes, warm angezogen und mit voll bepackten Rucksäcken durch das Große Bruch in Richtung Gunsleben. "Leider war es uns nicht möglich, über Felder und Wiesen zu wandern, es war einfach zu matschig und zu nass", bedauerte Detlef Maryniak und legte als Marschroute die betonierte Straße nach Gunsleben fest.

Als ersten Anlaufpunkt im Nachbardorf suchten die Wandersleute das Heim vom Gunsleber Feuerwehrmann Nico Woehe auf, der anlässlich seines runden Geburtstages eine Gratisbewirtung für die wanderfreudigen Männer vorbereitet hatte. Auch der ehemalige Neuwegersleber und heute in Gunsleben lebende Eberhard Heinzer ließ es sich nicht nehmen, die Herrengruppe als Zwischenstopp bei sich einkehren zu lassen.

"Natürlich haben wir auch während unserer Marschroute bis nach Gunsleben kleine Pausen eingelegt", sagte Detlef Maryniak weiter, denn zum Einen mussten die schweren Rucksäcke leichter werden und zum Anderen wurde seit eh und je untereinander ordentlich geteilt. Zum traditionellen kulinarischen Hochgenuss gehörten dabei die selbst eingelegten Salzgurken von Oma Gerda Stadler aus Neuwegersleben. Die rüstige Seniorin bestand auch in diesem Jahr darauf, die leckeren Gurken ihren Enkeln Marcel und Tino als Wegzehrung mitzugeben.

Während die Wandersleute in knapp sechs Stunden gute 15 Kilometer Fußmarsch zurücklegten, rührte Kamerad Albert Busse emsig in seinem Kochtopf und schmeckte die deftige Grünkohlmahlzeit ab. Bereits am Vortrag hatte er mit Ehefrau Uschi erste Vorbereitungen getroffen und dabei zwölf Kilo Grünkohl, neun Kilo Kartoffeln sowie acht Kilo Kammfleisch und Kasseler verarbeitet. "Nach der Wanderung brachten die Männer einen guten Hunger mit und es hat allen geschmeckt", freute sich Albert Busse und fand die lobende Bestätigung im fast leeren Kochtopf und rundherum zufriedenen und satten Wanderern.

Detlef Maryniak freute sich sehr über den Verlauf der diesjährigen Veranstaltung und der guten Beteiligung der Wanderfreunde. "Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Wanderung geben, Frauen sind nach wie vor gern eingeladen", kündigte er schon für das Jahr 2015 an.