Seit der Widereinführung und Freigabe der "alten Kfz-Kürzel" haben sich mit dem Stichtag 27. November 2012 auf der Zulassungsstelle 430 Autofahrer wieder für das Wunschkennzeichen "WZL" entschieden. Von 103072 im Landkreis registrierten Pkw ist das Wanzleber-Kürzel von allen sieben Kennzeichen-Varianten mit 1360 Zulassungen das seltenste. Die meisten fahren unter "BK".

Wanzleben l Stolze 83514 und damit die meisten der von 103072 im Landkreis zugelassenen Pkw kurven mit dem Kürzel "BK" durch die Lande. Der Klassiker ist damit gleichzeitig der Spitzenreiter, der die "Kfz"-Kürzel-Liste anführt.

Mit insgesamt nur 1360 Exemplaren bildet derzeit das "WZL"-Kennzeichen im Kreis das Schlusslicht der Statistik. "Mit der Freigabe der ,alten\' Kfz-Kürzel Ende November 2012 haben sich seither auf den beiden Zulassungsstellen 430 Autofahrer für das ,WZL\'-Wunschkennzeichen entschieden", weiß Straßenverkehrsamtsleiter Jürgen Till zu berichten. Bis zum 30. Dezember 2011 waren in der Zulassungsstelle des Landkreises noch 1120 "alte WZLer" angemeldet. "Der Gesamtwert von derzeit 1360 ,WZL"-Tafeln ergibt sich aufgrund von An-, Um- und Abmeldungen", erklärt er.

Neben dem Wunschkennzeichen "WZL" kann bereits seit knapp einem Jahr und zwei Monaten auch wieder zwischen Oschersleben "OC", Ohrekreis "OK", "Bördekreis "BÖ", Haldensleben "HDL" und "WMS" für Wolmirstedt gewählt werden. Neben den üblichen Zulassungskosten wird hierfür eine zusätzliche "Wunschkennzeichengebühr" in Höhe von 10,20 Euro fällig.

Mit den Gebietsreformen habe sich auch immer wieder das "Kfz"-Kürzel-Karussell gedreht. "Bis 1994 hatten wir eine breite Palette an Kennzeichen-Kennungen, so wie sie uns jetzt wieder zur Verfügung steht. Zwischen 1994 und 2007 gab es nur noch ,OK\' und ,BÖ\'. Mit der letzten großen Kreisgebietsreform im Jahr 2007 durfte dann lediglich nur noch das einheitliche Kürzel ,BK\' bei Neuzulassungen vergeben werden", erklärt der Fachmann.

Bei der Umstellung der Software auf die "Wunschkennzeichen"-Auswahl habe laut Straßenverkehrsamtsleiter Jürgen Till keinerlei Probleme gegeben.

"Das einzige Kürzel, das wir bei uns aufgrund einer ebenfalls vor Jahren verschobenen Gebietsgrenze nicht mehr ausstellen können und dürfen ist ,KLZ\'. Das steht für Klötze", merkt Till an. Hiervon gebe es im Kreis noch 155 Pkw-Zulassungen. "Diese Kennung gibt es nur noch für all diejenigen, die ihren Wohnsitz im Altmarkkreis Salzwedel haben."

Bereits 2011 hatten die Wanzleber Stadträte an einer von der Hochschule Heilbronn bundesweit initiierten Umfrage teilgenommen und die Frage nach einem lokalen Wunschkennzeichen mehrheitlich bejaht. So wie der damalige Verkehrsminister Peter Ramsauer. "Kennzeichen sind für die meisten Autofahrer eine Herzensangelegenheit. Sie sind Ausdruck von Heimatverbundenheit, Heimatliebe und Identifikation", hatte er für die Wiedereinführung der alten Kennzeichen argumentiert.