Liegt es an der Jahreszahl, dass die Zahl der Eheschließungen in der Westlichen Börde 2013 leicht zurückging? Keiner möchte mutmaßen. 21 Anmeldungen bereits für dieses Jahr lassen wieder auf einen Anstieg hoffen.

WestlicheBörde l Der 13. Juli war im vergangenen Jahr das begehrteste Hochzeitsdatum in der Verbandsgemeinde West- liche Börde. Warum gleich drei Hochzeitspaare sich gerade diesen Sonnabend für das "Ja-Wort" aussuchten, vermag die Standesbeamtin Sabine Nowak zurückblickend nicht sagen. Die drei Trauungen an diesem Tag waren genau zehn Prozent aller Ehen, die im Jahr 2013 in den Standesämtern der Westlichen Börde geschlossen wurden. "Wir hatten 30 Trauungen", bilanziert Sabine Nowak. Das waren einige weniger als in den Jahren zuvor, aber die Standesbeamtin könnte sich vorstellen, dass in diesem Jahr in der Westlichen Börde wieder mehr Paare den Bund fürs Leben schließen.

Berechtigte Hoffnung dafür geben ihr auch 21 Anmeldungen von Paaren, die schon einen Hochzeitstermin in diesem Jahr geplant haben. "Viele planen schon sehr frühzeitig, aber es kommen immer noch einige Spontanhochzeiten hinzu", weiß Sabine Nowak aus Erfahrung. Neben ihr gibt es in der Verwaltung der Verbandsgemeinde Westliche Börde drei weitere Kolleginnen, die als Standesbeamte tätig werden können. Auch an Sonnabenden. Für Paare, die einen Wochenendtermin wünschen, haben die Standesbeamten auch in diesem Jahr jeweils zwei Sonnabende pro Monat eingeplant.

Geht es um den Hochzeitsort, stehen gleich drei Standesämter in der Westlichen Börde zur Auswahl. Während die Trauzimmer in Hamersleben und Gröningen größeren Hochzeitsgesellschaften bis zu 50 Personen ausreichend Platz bieten, fällt das Trauzimmer im Kroppenstedter Rathaus etwas kleiner aus. Bis zu 20 Angehörige können hier dabei sein, wenn das Paar die Ringe tauscht. "Viele kennen das Kroppenstedter Standesamt und wollen vielleicht auch hier heiraten, weil die Eltern hier getraut wurden", nennt die Standesbeamtin einen mög- lichen Grund, dass sich Paare diesen Ort für die Trauung aussuchen.

Seit einiger Zeit erstrahlt der Raum mit den historischen Möbeln in neuem Glanz und auch im Hamersleber Trauzimmer sollen demnächst die Maler anrücken. Wenn hier die Hochzeitssaison startet, soll alles fertig sein. Erfahrungsgemäß wählen die Paare in der Westlichen Börde eher die Sommermonate als die kalte Jahreszeit, um in den Hafen der Ehe einzufahren.

Ein halbes Jahr vor der Trauung können sich Paare dafür offiziell im Standesamt anmelden. Bei dieser Gelegenheit können die Heiratswilligen nicht nur die Formalien erledigen, sondern sich auch ein Stammbuch, das bei der Trauung ausgehändigt wird, nach ihren Wünschen aus der großen Kollektion aussuchen. Sollten Anfragen schon über ein halbes Jahr vor einem bestimmten Datum kommen, vermerken Sabine Nowak und ihre Kolleginnen auch das im Kalender.