Im Vorjahr ist die Stadt im Einsatz um den Erhalt und die Bewirtschaftung von zehn Gemeindeobjekten auf rund 51000 Euro sitzengeblieben. Die Einnahmen aus der Vermietung beliefen sich lediglich auf 21500 Euro. Das Problem, unter welcher Regie die Dorfgemeinschaftshäuser in den jeweiligen Orten künftig laufen sollen, beschäftigt den Sozialausschuss.

StadtWanzleben-Börde l Das Problem um die Bewirtschaftung des Groß Rodensleber Gemeindesaals ist gelöst. Ortsbürgermeister Jürgen Wichert hatte bereits im Vorjahr angekündigt, dass sich bereits der Ortschaftsrat mit der Frage beschäftigt, wie ab 2014 in punkto Gemeindesaalvermietung weiterverfahren werden soll? "Der Verwaltung habe ich mitgeteilt, dass ich die Vermietung künftig ablehnen werde, da ich als Ortschef weder Gemeindearbeiter, noch eine Reinigungskraft für die Pflege des Saals koordinieren kann. Ich sehe mich damit außer Stande, weiterhin rechtsverbindliche Mietverträge zu unterzeichnen", hatte er im Dezember auf Volksstimme-Nachfrage klar gestellt.

Die Mitglieder des ortsansässigen Heimatvereins hätten nun laut Auskunft von Sozialamtsleiterin Sylvia Dammering einer Saal-Patenschaft zugestimmt. "Während der Sitzung Anfang der Woche wurde im Einvernehmen mit allen anderen Groß Rodensleber Vereinen der Heimatverein benannt, der in Zukunft als Verantwortlicher den Gemeindesaal übernimmt", weiß sie zu berichten. "Anmeldungen sowie sämtliche Mietverträge werden aber weiterhin über den Ortsbürgermeister laufen, dieser steht wiederum mit dem Verein und der Verwaltung in Kontakt. Ich denke, dass mit dieser Variante eine vernünftige Regelung gefunden worden ist, die auch Bestand haben wird."

Pro Jahr schlägt der Groß Rodensleber Gemeindesaal mit Kosten in Höhe von 5000 Euro ins Stadtkontor. In 10 von den 19 Ortsteilen der Einheitsgemeinde gebe es Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäuser. "Vielerorts sind die Räumlichkeiten gekoppelt an Vereinsräume oder Jugendclubs, so dass eine strikte Trennung in der Aufschlüsselung der Kosten nicht möglich ist", erklärt sie. Jene Jahresabschlussrechnung für die Gemeindehäuser liege ihr zwar noch nicht endgültigvor, "aber man kann in etwa davon ausgehen, dass uns die Objekte in den zehn Ortsteilen im Vorjahr zirka 72500 Euro gekostet haben. Dem gegenüber stehen Einnahmen von knapp 21500 Euro. Bleibt also ein Zuschussbedarf von 51000 Euro übrig."

Parallel zur Groß Rodensleber Saal-Problematik hatte Sozialamtsleiterin Sylvia Dammering Montagabend auf der Sozialausschusssitzung auch die Mitglieder befragt, wie künftig die Räume in den anderen Orten bewirtschaftet und gereinigt werden sollen. "Wir müssen uns die Frage stellen, ob und wie wir die Einrichtungen erhalten wollen und wer sie reinigt?" Darin, dass die Objekte wichtig für das gesellschaftliche Leben in den Orten sind, waren sich alle Mitglieder einig. Klein Wanzlebens Ortschef Horst Flügel sprach sich dafür aus, dass die Gemeinschaftshäuser dem jeweiligen Ortschaftsrat unterstehen sollten, der die Regularien für die Vermietung und Reinigung steuert. Dr. Werner Jander, Ortschef in Hohendodeleben, lehnte den Vorschlag, die Reinigungsarbeiten an eine Fremdfirma auszuschreiben, ab. "Unser ,Pferdestall\' wird beispielsweise monatlich im Schnitt dreimal vermietet. Die Tagesmiete liegt bei 140 Euro, die Endreinigung übernimmt nach einer Feier der Veranstalter. Mit diesem Modell gab es bislang noch keine Probleme in punkto Sauberkeit."

Von ähnlich guten Erfahrungen bei der Vermietung des Sonnensaals wusste auch Seehausens Ortschef Eckhard Jockisch zu berichten. Monika Hoppe, Vorsitzende des Ausschusses, kam in der Runde zu der abschließenden Erkenntnis, dass man an jenen bestehenden und funktionierenden Strukturen auch weiterhin festhalten sollte.