Wanzleben l Arbeitssicherheit und Unfallverhütung spielen auch für die Mitglieder des Sanitätsdienstes des DRK-Kreisverbandes Wanzleben eine wichtige Rolle. Wenn eine Katastrophe passiert ist, sind die ehrenamtlichen Helfer schnell zur Stelle, aber ihnen selbst sollte bei der Hilfeleistung nichts zustoßen. Deshalb startete die Ausbildung in diesem Jahr auch gleich mit diesem wichtigen Thema.

Es war eine Ausbildungseinheit, bei der sich auch Christian Hensel gleich bewähren konnte. Er ist seit 1. Januar als Leiter des betrieblichen Rettungsdienstes in der etropolis Motorsport-Arena in Oschersleben neu in den Reihen des DRK-Kreisverbandes Wanzleben. Zu seinen Aufgabengebieten gehört auch die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer des Sanitätsdienstes. "Ich habe eine neue Herausforderung gesucht", erklärt der Schönebecker, der bereits seit über 20 Jahren mit dem Roten Kreuz verbunden ist. Jahrelang war er zuvor im Rettungsdienst in Schönebeck tätig, hat aber auch den DRK-Landesverband als Lehrkraft bei der Ausbildung unterstützt.

Stephan Dill als Abteilungsleiter Nationale Hilfsgesellschaft des DRK-Kreisverbandes Wanzleben schätzt die Kompetenz. Er betont: "Wir brauchen Sanitäter, die bei einem Massenanfall von Verletzten richtig handeln. Deshalb müssen ehrenamtliche Bürger, die aus ganz unterschiedlichen Berufen kommen, entsprechend qualifiziert werden."

Jeweils der letzte Mittwoch im Monat ist für den Übungsabend festgelegt. Der Ausbildungsplan für die Sanitäter - derzeit sind es 63 - hält auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Themenfeld bereit. Es reicht von der Wundversorgung über das Handeln beim Kreislaufstillstand und den Umgang mit der Fahrzeugtechnik bis hin zu Maßnahmen bei den häufigsten internistischen Notfällen. "Im Zeitraum von zwei Jahren wollen wir jedes Thema des Leitfadens für den Sanitätsdienst einmal aufgreifen", so Stephan Dill. Darüber hinaus steht für einige Sanitäter auch noch die Funkausbildung an, denn im Ernstfall müssen auch sie mit der digitalen Funktechnik umgehen können.

Stolz ist Stephan Dill, dass er jetzt aus den Reihen der Sanitäter auch ein Team zusammenstellen kann, das sich in der Not- und Wunddarstellung ausbilden lassen hat. Die Mitglieder sind in der Lage, mit Hilfe von Schminke verschiedene Unfallszenarien realistisch nachzustellen. So könnten, wie Stephan Dill sagt, nicht nur DRK-eigene Veranstaltungen bereichert, sondern auch andere Hilfsorganisationen wie beispielsweise die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk bei Übungen unterstützt werden.

Doch der Ernstfall und die Vorbereitung dafür ist nur die eine Seite des Sanitätsdienstes des DRK Wanzleben: So werden die ehrenamtlichen Helfer auch in diesem Jahr die Absicherung von Großveranstaltungen übernehmen.

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