Es wird das neue Gesellschaftszentrum der Gemeinde: das Haus der Generationen in der Wefensleber Heinrich-Heine-Straße 8. Der Flachbau mit angedockter und bereits sanierter Kita ist gerade die Großbaustelle im Dorf. Bezugsbereit soll alles im April sein.

Wefensleben l Dass hier in gut zwei Monaten schon geklönt, getanzt, trainiert und gefeiert wird, vermag sich Bürgermeister Helmut Ebeling noch nicht recht vorzustellen, "weil es innen wie außen noch einiges zu tun gibt", aber es gehe zügig voran im Projekt "Haus der Generationen". Hier werden künftig von der Volkssolidarität über die Judofreunde bis zur Tanzgruppe mehrere "Mieter" zuhause sein, die für Vereinsleben, Freizeitgestaltung und Gemeinwohl einstehen. Der April als geplanter Eröffnungsmonat sei nicht zu kurz gefasst. "Und selbst wenn es doch etwas länger dauert, wären ein paar Wochen kein Ding, immerhin ist hier 40 Jahre lang so gut wie nichts passiert", so der Bürgermeister.

Für rund 360000 Euro wird der linke Flügel des Gemeindehauses modernisiert: neue Fenster, Fassadendämmung und Komplettrenovierung der Räume. "Dass es ein solches Ausmaß annehmen wird, hätten wir anfangs nicht gedacht", sagt Ebeling, "denn eigentlich war zunächst nur ein Durchbruch bei der Volkssolidarität vorgesehen, um einen großen Veranstaltungsraum zu schaffen, aber dann wurde es mehr, und wir bekamen die Projektförderung über 222000 Euro vom Land zugewiesen." So konnte rundum saniert werden, auch die Gemeindebibliothek wird sich hier einrichten. "Damit wird das Schulgebäude in der Bahnhofstraße leergezogen und zum Abriss freigegeben", informiert Ebeling.

Apropos Schule: Die hätte in dem, was nun mehr ein Vereinshaus wird, einen überaus geeigneten Standort gefunden, wie es vor fünf Jahren auch schon angedacht war, als die Schließungspläne für die Grundschule Wefensleben allmählich akut wurden. Der Investitionsbedarf wäre dafür allerdings dreimal so hoch gewesen. Daran sowie an der prinzipiellen Ausrichtung der Verbandsgemeinde, maximal drei Grundschulen zu erhalten, war das Vorhaben bekanntermaßen gescheitert, ein Wille für Wefensleben war dabei nicht vorhanden.

"Leider haben wir diese Chance nicht bekommen", bedauert Helmut Ebeling, doch sei Plan B mit dem Haus der Generationen, wie er sich jetzt entwickelt hat, auch ein "guter und wichtiger Schritt für die Gemeinde, denn immerhin konnten wir die Sanierung endlich realisieren".