Mit 85 Teilnehmern haben die Hamersleber Schützen am Sonnabend eine Rekordzahl bei ihrer Grünkohlwanderung verzeichnet. Vor dem gemeinsamen Essen ging es sieben Kilometer durch Feld und Flur.

Hamersleben l "Eine solch hohe Beteiligung hatten wir überhaupt noch nicht", freute sich Schützenvereinsvorsitzender Thomas Kasseckert und überschlug in Gedanken die Teilnehmerzahlen aller Grünkohlwanderungen seit 1999.

Neben einheimischen Wanderern fanden sich auch Frauen und Männer aus Berlin, Braunschweig, Bernburg und Bochum ein, die in drei Stunden die Strecke von rund sieben Kilometern zurücklegten.

Die Wanderroute führte vom Hamersleber Schützenhaus über den Grauen Hof und die Bergstraße in Richtung Beamtenhaus, dann weiter in Richtung Herzspiel in die Ottlebener Straße sowie Damaschkesiedlung und über den Klosterhof wieder zurück zum Schützengelände. "Wir mussten natürlich aufpassen und konnten nicht alle unbefestigten Wege passieren", sagte Thomas Kasseckert, denn die Witterungsverhältnisse der vergangenen Tage hätten viele Wege in matschige Rutschbahnen verwandelt.

Doch diese Tatsache störte die Wandergruppe nicht, denn in mehreren Zwischenstopps gab es genügend Gelegenheiten für Rast und Ruh sowie zur Stärkung des leiblichen Wohlbefindens. Zwei Versorgungswagen mit verschiedenen Getränken sowie Schmalzstullen mit Gurke waren ständige Begleiter der Gruppe und trugen permanent zur Stärkung aller Wanderfreunde bei. Im Vorfeld hatten die Schützenfrauen zusammen mit Vereinsmitglied André Sprung für die vielfältige Bestückung der Karren gesorgt, die während des Fußmarsches in eiserner Disziplin von Ralf Kasseckert und André Sprung gezogen wurden.

Bereits am Vortag begann das Hamersleber Grünkohlteam, bestehend aus Luzi Siebert - Sabine Schlechter, Ute Höche und Dorothea Koch - mit der Vorbereitung der deftigen Grünkohlmahlzeit und verarbeiteten insgesamt 30 Kilogramm Grünkohl und 40 Kilogramm Kartoffeln mit Eisbein und Knackern, um die große Gruppe nach ihrer Rückkehr zu versorgen. "Mehr Teilnehmer hätten es nicht sein dürfen", verriet dabei Sabine Schlechter, obwohl der Grünkohltopf bis zum Rand gefüllt war.

Als die Wandersleute gegen Mittag in das Schützenhaus zurückkehrten, bildete sich sogleich eine lange Schlage quer über den Schützenhof bis an die Küchentheke, um die deftige Grünkohlmahlzeit in Empfang zu nehmen. Während der riesige Grünkohltopf bis auf die letzte Kelle gelehrt wurde, füllte sich das Hamersleber Schützenhaus bis auf den letzten Platz. Im Anschluss an die Wanderung verbrachten die Gastgeber, zusammen mit all ihren Gästen noch einige Stunden in geselliger Gemütlichkeit. "Unser Dank gilt allen Teilnehmern an der Wanderung für den gelungenen Tag", sagte Thomas Kasseckert, sich schon jetzt auf die nächste Grünkohlwanderung im Jahr 2015 freut.