Ab sofort veranstaltet das Bördekrankenhaus in Neindorf regelmäßige Tumorkonferenzen. Künftig soll damit der konzen- trierte Sachverstand aller behandelnden Ärzte in die Patientenbehandlung einfließen.

Neindorf l Konferenzen finden jeden Mittwoch im Zentrum für Innere Medizin des Bördekrankenhauses statt, informierte Dieter Thielemann, der Pressesprecher der Gesundheitsmanagement-Elbe-Fläming-GmbH, der das Neindorfer Krankenhaus angeschlossen ist. Der in Halberstadt niedergelassene Facharzt für Innere Medizin, Christian Maas, werde die wöchentliche Veranstaltungsreihe leiten. Außerdem würden die Chefärzte für Innere Medizin, Chirurgie und Radiologie des Bördekrankenhauses sowie kompetente Fachärzte aus ihren Klinken teilnehmen. "Darüber hinaus hat sich der langjährige frühere Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Magdeburger Universitätsklinikums, Professor Hans Lippert, zu einer beratenden Mitarbeit bereit erklärt. Auch die niedergelassenen Kollegen der Region sind herzlich eingeladen", bekräftigte Thielemann.

Die ärztliche Direktorin des Bördekrankenhauses und Chefärztin der Chirurgischen Klinik, Heike Bien, gab in feierlicher Form den Startschuss zur ersten Tumorkonferenz. "Nach ihrem kurzen Begrüßungswort ging es gleich in die Vollen. Die behandelnden Ärzte sowohl aus dem Krankenhaus als auch aus dem ambulanten Bereich haben in strukturierter und konzentrierter Form gemeinsam über einzelne Fälle von Krebserkrankungen beraten", berichtete der Sprecher.

Die Tumorkonferenzen bezeichnete Thielemann als ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung in der Behandlung von Krebspatienten. Aus den Blickwinkeln der beteiligten medizinischen Fachgebiete sollen die Informationen zur Diagnostik sowie den bisher eingeleiteten Therapien zusammengetragen, gemeinsam beraten und Empfehlungen zum weiteren Behandlungsweg ausgesprochen werden. Thielemann: "Für die betroffenen Patienten ist es auf jeden Fall von großem Vorteil, wenn durch die Tumorkonferenz in ihre Behandlung der konzentrierte Sachverstand aller sie behandelnden Ärzte einfließt."

Die an der Tumorkonferenz teilnehmenden Ärzte ihrerseits würden von dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren. Demnächst soll für die neue Veranstaltungsreihe eine Internetplattform zur Verfügung stehen, zu der die behandelnden Ärzte einen sicheren und geschützten Zugang erhalten.