Letzlingen (me) l Nachdem Bund und Land rund um den Truppenübungsplatz Waldflächen getauscht haben, soll der grüne Gürtel um die Aktionsareale des Heeres noch dichter werden. Die Umlandorte besser vor Lärm und Staub aufgrund des Übungsbetriebs zu schützen, war der Anlass für den größten Flächentausch seit Jahrzehnten (wir berichteten). Das militärische Nutzungskonzept für den Truppenübungsplatz ist weiter entwickelt worden. Mit einem forstlichen Umbau der Wälder soll die Bevölkerung vor Immissionen bewahrt werden, berichtete Oberstleutnant Thomas Hering.

"Wir haben ja rund um den Übungsplatz hauptsächlich Kiefernwälder", erklärte Forstoberrat Karsten Pfaue. Mit Neuanpflanzungen von Büschen, Laub- und Nadelbäumen wollen die Forstleute einen stufenweisen Aufbau erreichen. So dass die Bäume einen natürlichen dichten Schutz bilden vor Staub und Lärm bilden. "Und das ist Aufgabe des Bundes", erklärte Pfaue. Deshalb sind insgesamt etwa 4000 Hektar Waldflächen zwischen Bundes- und Landesforst getauscht worden. Der Bund erhielt Flächen am Truppenübungsplatz und das Land im Gegenzug ehemals militärisch genutzte Areale bei Tangerhütte und im Hochharz. Das Verfahren beinhaltete auch eine Zusammenlegung von Eigentum.

Einige der getauschten Hektar sollen zudem bei Bauvorhaben des Bundes wie der Autobahn 14 für naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen genutzt werden.

Für die Bürger ändert sich nichts. Die Wälder gelten zwar als militärischer Bereich, sind aber nicht gesperrt und frei zugänglich.