Mit CDU-Fraktionschef Torsten Schubert sprach Sebastian Pötzsch.

Volksstimme: Das Freibadgelände hat eine sagenhafte Größe von 50000 Quadratmetern. Ihre Gegner sagen, dass auf den Ausbauflächen viel mehr entwickelt und später sogar erweitert werden kann. Wie sehen Sie das für das Bahnhofsgelände? Ist das hier auch machbar, obwohl die Fläche um ein vielfaches kleiner ist?

Torsten Schubert: Ich glaube, dass wir uns ein Freibad in der jetzigen Größe einfach nicht leisten können. Eines ist mir aber wichtig, klarzustellen: Ich persönlich suche gerade nach Alternativen, wie wir das Freibadgelände weiter erhalten können. Dazu habe ich übrigens eine Masterarbeit in Auftrag gegeben, die uns vielleicht Aufschlüsse darüber geben wird.

Volksstimme: Das Exposé zum Bahnhofsareal hebt die zentrale Lage hervor, die gute Erreichbarkeit auch zu Fuß. Kann dies das Freibadgelände nicht wett machen durch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr?

Torsten Schubert: Das glaube ich nicht. Grundsätzlich ist doch der ÖPNV schwer planbar. Und der Vorteil eines Kombibades in der Oschersleber Innenstadt liegt doch auf der Hand: Hier wäre ein Schwimmbad fußläufig zu erreichen. Und für jene, die von Außerhalb kommen, bietet die Anbindung an den Bus- und Zugverkehr einfach ideale Voraussetzungen.

Volksstimme: Der Trend zu multifunktionalen Bädern wird auch in ihrem Exposé aufgeführt. Ist dieser Aspekt nicht viel besser auf dem Freibadgelände zu erfüllen, gerade im Hinblick auf seine Größe?

Torsten Schubert: Wir legen ja besonderen Wert auf den Freizeit-, Erlebnis- und Breitensport. Liegewiesen können am Bahnhof ja auch realisiert werden. Sie müssen aber nicht in diesem großen Ausmaß wie heute auf dem Gelände des Freibades vorkommen.