Warum hat der Mond kein Gesicht und ist so schmutzig? Diese Frage des kleinen Jason brachte Pflegemutti Beatrice Noczynski auf die Idee eines neuen Projektes für die kleinen Forscher der Kita Stemmern.

Stemmern l Der Monat Februar steht für die Kinder der Kita "Kastaniengarten" Stemmern ganz im Zeichen der Astronomie. Die kleinen Forscher stöbern in Fachbüchern, beschäftigen sich mit dem Weltall, dem Mond, der Sonne und unserem Planetensystem.

In dieser Woche wurden aus Gips mehrere Mondoberflächen gestaltet. Die Kinder rührten mit vereinten Kräften den Gips an und gossen ihn in Pappkartons.

Danach wurden Steine und andere Materialen hinein geworfen und so entstanden echte Mondkrater. An einer weiteren Station fertigten die Kinder Planeten aus Ballons, Tapetenkleister und Papierstückchen. Diese werden nach der Trocknungsphase noch bemalt. In der nächsten Woche entstehen Mondkartons, mit denen die Kinder die Mondphasen besser nachvollziehen können. "Besonders freuen sich die kleinen Forscher schon auf den Bau ihrer Raketen. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen sie schon, denn pünktlich zum Projektstart landete der Astronaut Toni mit seiner Rakete in der Kita. Er begleitet die Kinder durch die Projektwochen und vermittelt Weltraumwissen", berichtet Beatrice Noczynski, die als Mutti das Projekt begleitet.

Als besonderen Höhepunkt werden die kleinen Forscher mit ihren Erzieherinnen, Eltern und natürlich Astronaut Toni das Planetarium im Zoo Aschersleben besuchen.

Zum Abschluss des Astronomieprojektes laden die kleinen Forscher am 5. März ihre Eltern in die Kita ein. Dann wollen die Kinder ihre gebastelten Sachen präsentieren, singen und tanzen sowie zeigen, was sie rund um das Thema: "Astronomie mit Kindern entdecken" gelernt haben. "Danach haben die Eltern die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen die Ausstellung im Mehrzweckraum der Kita zu bewundern. Die Einnahmen des Tages landen wieder in der Forscherkasse", berichtet Mutti Beatrice Noczynski.

Die Kita "Kastaniengarten" in Stemmern möchte sich für das Projekt "Forschergeist 2014" bewerben. Einige Experimente haben deshalb in der Kindereinrichtung schon stattgefunden. So stellten die Kinder im Januar Salben und Kräutertee her. Weitere Experimente sind geplant. Schon in der nächsten Woche gibt es einen Besuch in der Altenweddinger Apotheke. Um das Projekt weiterhin mit Leben zu erfüllen, besuchen die Erzieherinnen und auch Eltern wie beispielsweise Beatrice Noczynski verschiedene Weiterbildungen.

Der "Forschergeist 2014" ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutschen Telekom Stiftung und der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Gesucht werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik oder Technik begeistert haben. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis wählt insgesamt 30 besonders herausragende Projekte aus. Es winken Preisgelder.

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