Die Hornhäuser Straße (B246) soll in diesem Jahr weiter ausgebaut werden. Dafür wird eine Vollsperrung eingerichtet. Für Autofahrer bedeutet dies eine lange Umleitung von Juni bis September.

Oschersleben l Der Ausbau der Hornhäuser Straße (Bundesstraße 246) soll noch in diesem Jahr weitergehen. Geplant ist die Strecke ab Einmündung Weststraße bis etwa zum Scheitelpunkt der ehemaligen Brückenrampe in Richtung Hornhausen. Laut Landesstraßenbaubehörde ist der betreffende Straßenabschnitt zwar nur 175 Meter lang, dennoch müssen Autofahrer wegen der Vollsperrung vom 16. Juni bis zum 12. September große Umleitungen in Kauf nehmen - so der Plan. Besonders unangenehm dürfte es für Besucher des Friedhofes werden: Auch diese müssen den Umweg Richtung Neindorf über Hornhausen nehmen.

Fest steht zudem, dass erst nach Fertigstellung des Bahntunnels der Ausbau des nächsten Abschnittes der Hornhäuser Straße erfolgen wird. Gemeint ist hierbei die Strecke zwischen den Schranken und der Weststraße. "Das wird definitiv nicht mehr in diesem Jahr passieren", erzählt Andreas Boehle vom Landesstraßenbauamt. So ist zwar für den geplanten Tunnelbau in der Magdeburger Straße schon der Planfeststellungsbeschluss seit dem 7. Februar öffentlich im Amtsblatt zu lesen, dennoch können Einwender bis zum 31. März ihre Bedenken dazu äußern. "Sollten aber keine Klagen erfolgen, könnten Stadt und der Trink- und Abwasserverband Börde mit den Ausschreibungen des Tunnelbaues beginnen", hatte Bürgermeister Dieter Klenke zu Jahresbeginn erklärt (Volksstimme berichtete).

"Wenn anstatt der alten Bäume ein vernünftiger Fahrradweg entsteht, fände ich das eigentlich sehr gut", erzählt der Florist Steve Angenstein. Harald Angenstein, Chef einer Gartenbaufirma in unmittelbarer Nachbarschaft zur künftigen Baustelle, sagt: "Natürlich ist es negativ für das Geschäft, wenn die Straße gesperrt ist und der Kundenstrom abnimmt. Aber wir haben ja noch ein zweites Standbein in der Stadt."

Die geplante Baumaßnahme soll öffentlich ausgeschrieben werden. Die entstehenden Kosten werden vom Bund aus dem Straßenbauhaushalt finanziert.