Klein Rodensleben (skr) l Nach einer selbstverschuldeten Unfallfahrt auf der Landesstraße 49 Richtung Niederndodeleben hat ein 26-jähriger Hohendodeleber gestern gegen 7 Uhr seinen Pkw bei der Polizei als gestohlen gemeldet. Seine Lügengeschichte flog allerdings auf, als sich der junge Mann bei der Befragung in Widersprüche verwickelte.

Den Beamten war bereits gegen 6 Uhr über das Lagenzentrum in Magdeburg gemeldet worden, dass sich ein BMW zwischen Klein Rodensleben und Niederndodeleben überschlagen hat. Wer den Unfall per Telefon gemeldet hatte, konnte die Polizei in Haldensleben gestern nicht mehr in Erfahrung bringen.

Nach den ersten Erkenntnissen vor Ort hatte der Fahrer beim Durchfahren einer Linkskurve die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Die Polizei hatte kurz nach dem Eingang des Notrufs das Fahrzeug im Straßengraben auf dem Dach gefunden. Jedoch fehlte schon zu diesem Zeitpunkt von den Insassen jede Spur, genauso wie von beiden Nummernschildern. Daraufhin untersuchten Kriminaltechniker den Pkw und sicherten auf der Beifahrerseite Blutspuren. "Demnach musste sich einer der Insassen bei dem Unfall verletzt haben", erklärt Polizeisprecher Joachim Albrecht. Ein Fährtenhund nahm die Spur auf.

Der Fahrzeugbesitzer selbst hatte sich bei der Polizei gegen 7 Uhr gemeldet und angezeigt, dass Autodiebe seinen BMW in Hohendodeleben vom Familiengrundstück entwendet hätten.

"Da der 26-Jährige selbst unverletzt war, jedoch bei der weiteren Anhörungen gegenüber den Beamten widersprüchliche Angaben machte, wurde nach dem zweiten Fahrzeuginsassen gesucht. Der junge Mann räumte im Verlauf des Gesprächs ein, den Diebstahl des Fahrzeuges vorgetäuscht zu haben", berichtet der Polizeisprecher weiter. Eine Blutentnahme sei bei dem 26-Jährigen allerdings nicht angeordnet worden.

Die Kripo konnte nach der Anhörung auf dem Revier den Beifahrer kurze Zeit später persönlich zum Unfall befragen. Der Hohendodeleber muss sich dennoch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht verantworten.