Bereits zum zweiten Mal ist die Wanzleber Feuerwehr im noch jungen Einsatzjahr zu einem Küchenbrand gerufen worden. Offenbar hatte am Montag kurz nach dem Mittagessen ein Wanzleber in seiner Wohnung seinen Mülleimer an das heiße Elektrokochfeld gestellt. Der beißende Qualm der geschmolzenen Plastik war vom Hausmeister bemerkt worden.

Wanzleben l Das Einsatzjahr ist zwar noch jung, dennoch sind die Wanzleber Kameraden schon zu ihrem zweiten Küchenbrand gerufen worden. Die Alarmierung Montagmittag führte die zwölf Einsatzkräfte gegen 13 Uhr in die Innenstadt. Ein Hausmeister hatte im Flur eines Mehrfamilienhauses beißenden Geruch und Qualm aus einer Wohnung in der Wanzleber Schwanstraße bemerkt. Da der Mieter nicht anzutreffen war, alarmierte er die Feuerwehr, einen Schlüsseldienst sowie die Wohnungsverwaltung. Die anderen Bewohner des Mietshauses wurden evakuiert und der Strom abgeschaltet.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Tür bereits geöffnet, "allerdings konnte die Wohnung aufgrund des beißenden Geruchs nicht ohne Atemschutz betreten werden", berichtet Kai Pluntke. Ein verbrannter Plastikmülleimer, der nahe einer Elektroherdplatte stand, konnte als Quelle ausgemacht werden.

"Offenbar hat der Bewohner beim Verlassen der Wohnung vergessen, seinen Elektroherd auszuschalten. Der Plastikeimer, der am Herd stand, wurde durch die Wärme geschmolzen, so dass sich der Inhalt verteilte. Dennoch war es Glück im Unglück. Denn es roch zwar unerträglich, aber ein Brand konnte noch rechtzeitig verhindert werden", erklärte gestern ein Polizeisprecher.

Der Mülleimer wurde abgelöscht und die Räume gelüftet, so dass der Einsatz bereits nach kurzer Zeit beendet werden konnte. In Abwesenheit des Bewohners wurde die Wohnung anschließend an den Vermieter übergeben. Zum Verbleib des Mieters, sowie über die Höhe der Schadenssumme, konnte die Polizei keine weiteren Angaben machen.

Zum ersten Küchenbrand des Jahres waren die Feuerwehrleute Ende Januar in Hohendodeleben gerufen worden. Der dabei entstandene Schaden wurde kurz darauf auf zirka 20000 Euro geschätzt. Auch hier waren glücklicherweise keine Personen verletzt worden. Die Brandursache konnte laut Polizeiangaben ebenfalls schnell geklärt werden. Die 56-jährige Bewohnerin hatte einen Topf mit Schmalz auf der heißen Kochstelle für kurze Zeit unbeaufsichtigt gelassen, hatte die Polizei mitgeteilt.

Stadtwehrleiter Burkhard Wegner erklärt: "Alle zehn Minuten bricht in Deutschland ein Feuer aus. Kein Raum birgt so hohe Risiken wie die Küche. Hier stehen nicht nur viele Elektrogeräte, auch beim Braten und Backen geht leicht etwas schief." Um Risiken vorzubeugen, sollte der Koch den Herd immer im Auge behalten, rät der Brandschützer. Es sei prinzipiell dringend ratsam, Essen nicht unbeaufsichtigt brutzeln zu lassen. Zum jüngsten, und damit bereits neunten Einsatz des Jahres für die Wanzleber Wehr, sagt der 50-Jährige: "Grundsätzlich fängt Brandschutz mit einer aufgeräumten Küche an. Kochbücher, Geschirrtücher, Verpackungen oder gar ein Mülleimer sollten nie in der Nähe des Herdes aufbewahrt, geschweige denn erst abgelegt oder -gestellt werden."

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