In der Bilanz war das vergangene Jahr für die 53 Gröninger Feuerwehrleute ein arbeitsreiches. Neben den 18 Einsätzen und der Ausbildung investierten sie ihre Freizeit auch in Kultur und Sport.

Gröningen l Etwa 3000 Stunden ihrer Freizeit haben die Gröninger Feuerwehrleute an 111 Tagen im vergangenen Jahr für ihre Heimatgemeinde investiert. Ihr Einsatz ging dabei weit über die Rettung von Leben, Hab und Gut im Ernstfall hinaus. Um gerade für Ernstfälle wie Brände und Verkehrsunfälle gerüstet zu sein, sind zahlreiche Ausbildungsstunden notwendig. "Allein 891 Stunden waren Übungsdienste und weitere 373 Stunden waren Kameraden zur Weiterbildung", erklärte Wehrleiter Fritz Günther.

Die Zahl der Einsätze lag mit 18 auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Besonders waren die Kameraden bei einem Wohnungsbrand in der Grabenstraße, kurze Zeit später bei einem Garagenbrand im Zentrum von Gröningen sowie bei einem Wohnhaus- und Garagenbrand in Kroppenstedt gefordert. Zwei Verkehrsunfälle mit teils schwerem Ausgang gehörten ebenfalls zu den größeren Einsätzen. Einer der beiden Unfälle hat den Gröninger Feuerwehrleuten, wie Fritz Günther sagte, gezeigt, dass die Alarmierung über die Leitstelle hin und wieder Schwächen hat. "Wir wurden zu spät alarmiert, das muss noch geklärt werden", fügte der Wehrleiter hinzu. Auch als das Hochwasser die Region um Wolmirstedt bedrohte, haben die Gröninger kräftig beim Sandschippen mit angepackt - dreimal waren sie dort unterwegs.

Doch die menschliche Kraft ist nur die eine Seite, die ein Feuerwehrmitglied im Einsatz braucht. Vernünftige Ausrüstung ist unerlässlich. Doch bei der Ausstattung hapert es manchmal - nicht selten liegt das aber auch an der stockenden Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Feuerwehr. Die Feuerwehrleute hoffen auf Besserung.

Wenn sie nicht zum Einsatz gerufen werden oder sich dafür ausbilden lassen, bringen sich die Kameraden auch für die Kultur in der Stadt ein. 850 Stunden hat Fritz Günther dafür für 2013 in seiner Statistik zu stehen. So haben die Feuerwehrleute mehrere Umzüge in Gröningen abgesichert, aber auch den Förderverein beim Osterfeuer und beim Weihnachtsmarkt unterstützt.

Einer der Höhepunkte für die Feuerwehr im Jahreslauf war aber auch die Ausrichtung des Pokallaufes im Löschangriff nass, bei der sich in Gröningen acht Männer- und zwei Frauenmannschaften maßen. "Unsere Männer sind im Mittelfeld gelandet, die Frauenzeit war okay", fasste Fritz Günther rückblickend zusammen. Doch die Gröninger lassen sich von ihrem Ergebnis nicht ausbremsen, für die 13.Auflage sind die Einladungen bereits verschickt. Der Termin ist der 14.Juni dieses Jahres.

Der Feuerwehrsport ist überhaupt eine Passion der Gröninger Feuerwehrleute. Um im vergangenen Jahr bei sechs feuerwehrsportlichen Veranstaltungen die Farben von Gröningen zu vertreten, reisten die Kameraden fast quer durch die Republik. Der Wettkampf auf der Insel Poel, bei dem die Gröninger auch im vergangenen Jahr unter knapp 150 Mannschaften mitmischten, wird schon seit 14 Jahren regelmäßig fest im Kalender eingetaktet. Und so soll es auch in diesem Jahr sein. "Mittlerweile fahren wir nicht nur zum Wettkampf dahin, sondern wir pflegen auch die Kameradschaft", erklärte Feuerwehrmann Daniel Giesecke.

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