Denkanstöße zu Lebens- und Glaubensfragen soll die Frühstücks-Treffen für Frauen geben. Zum 25. Mal trafen die Organisatorinnen nun schon den Nerv von über 100 interessierten Zuhörerinnen.

Oschersleben l "Schön, dass Sie zu uns gekommen sind, obwohl heute Frauentag ist und dieser mit vielen Veranstaltungen gefeiert wird", sagte Christa Stiller, die schon seit vielen Jahren zum Vorbereitungskreis der Frühstücks-Treffen für Frauen in Oschersleben gehört. Und wieder saßen wie bei den meisten Frühstücks-Treffen in den vergangenen zwölf Jahren ungefähr 150 Frauen vor ihr, die ihren Worten lauschten.

Auch Angelika Lange, Koordinatorin der Oschersleber Vorbereitungsgruppe, ist froh, dass inzwischen mit ein kleines Jubiläum das Frühstücks-Treffen für Frauen in Oschersleben gefeiert werden konnte. Das Logo auf den Fähnchen, die in den Begrüßungsmuffins steckten, zierte eine 25. Die sollte deutlich machen, dass die 25. Veranstaltung erreicht war. Immer mit gleichem Erfolg. "Wir haben mal mit 140 Gästen angefangen, als wir dann bei 180 waren, sind wir an Kapazitätsgrenzen gestoßen, jetzt hat es sich bei 150 bis 160 Frauen eingepegelt", erklärte Angelika Lange.

Diese etwa 150 Frauen kommen - unter anderem auch aus Schöningen, Magdeburg, Staßfurt oder Berlin - zweimal jährlich zum Frühstücks-Treffen, um miteinander über Lebens- und Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Der christliche Glaube ist, wie Angelika Lange erklärte, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Dass das Konzept aufgeht, beweist auch die Tatsache, dass die 15 Frauen der Vorbereitungskreises immer wieder neue Gesichter bei ihren Treffen sehen. "Die Frauen, die schon hier waren, bringen immer wieder neue Gäste mit, viele haben mit der Kirche nichts zu tun", freute sich die Koordinatorin, die aber auch ein Ziel der Treffen klar vor Augen hat: Lebensnahe Vorträge, Impulse zum christlichen Glauben, Erfahrungsberichte sollen das Bedürfnis nach einer lebendigen Gottesbeziehung wecken.

Schon Monate vor den Veranstaltungen sucht Angelika Lange die Themen für das Treffen aus, Referenten und auch Musiker werden organisiert. So hießen die Themen in den vergangenen Jahren beispielsweise schon "Wohin mit meiner Wut im Bauch", "Verstehen und verstanden werden" oder "Nicht perfekt, aber brillant". Alle Themen lassen immer wieder viel Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zum Thema "Deine Stärke macht mich schwach" referierte diesmal keine Geringere als die Vorsitzende des Vereins "Frühstücks-Treffen für Frauen in Deutschland", Silke Stattaus. Sie kommt aus der Lutherstadt Wittenberg und steht dem Verein bereits 2008 vor.

"Der Verein hat 200 Gruppen in ganz Deutschland und über 5000 Mitarbeiterinnen im Ehrenamt", nannte sie einige Fakten. Das Kerngeschäft des Vereins seien die Frühstückstreffen zweimal im Jahr, aber auch die Nachgespräche zu diesen Treffen und die Mitarbeiterschulungen über das ganz Jahr hinweg gehörten zu den Aufgabengebieten. In den Treffen werden die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beispielsweise aufgebaut oder wird ihnen auch Mut gemacht, der bei der Arbeit vor Ort helfen kann. "Wir bieten auch psychologische Beratung an, zu denen sich interessierte Menschen anmelden können", so Angelika Lange.

Doch wenn am kommenden Donnerstag einige Frauen das Nachtreffen abgeschlossen haben, richtet die Vorbereitungsgruppe auch schon den Blick auf ihr nächstes Frühstücks-Treffen für Frauen. Es findet am 1. November in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung des Matthias-Claudius-Hauses statt. "Wenn die Seele am Boden liegt", heißt dann das Thema.

 

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