Während in der Oschersleber Humboldtstraße des Wohngebiets Wasserrenne ein Block derzeit von der Bildfläche verschwindet, wird in der Albert-Einstein-Straße demnächst ein Plattenbau zwei Etagen verlieren. Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" und Wohnungsgesellschaft "Bewos" versprechen, dass hier ein "Schmuckstück" entsteht.

Oschersleben l Auch wenn erst Ende April im Oschersleber Wohngebiet Wasserrenne mit umfangreichen Sanierungsarbeiten am Wohnblock Albert-Einstein-Straße 1 bis 8 begonnen wird, ist der halbe Plattenbau bereits jetzt von oben bis unten eingerüstet. Und zwar die Hälfte, die der Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" gehört. "Wir müssen noch ein paar Vorbereitungsarbeiten erledigen", wie "Neues-Leben"-Vorstand Jens Schneider sagt.

Konkret werden derzeit vertikal und horizontal die Fugen zwischen den einzelnen Platten des sechsstöckigen Wohnblocks geschlossen. Und zwar soll damit verhindert werden, dass sich hier demnächst wie in den zurückliegenden Jahren Mauersegler einnisten. Denn das würde diesen Schwalben nebst ihrem zu erwartenden Nachwuchs ganz und gar nicht gut bekommen. Wird doch Ende April eine Baufirma anrücken, um zum einen die beiden oberen Etagen des gesamten Wohnblocks abzureißen und um zum anderen das Gebäude sowohl außen als auch teilweise innen umfangreich zu sanieren.

Die andere Hälfte des Plattenbaus mit den vier Eingänge Nummer 5 bis Nummer 8 gehört der Oschersleber Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft "Bewos", mit der "Neues Leben" diese Sanierungsarbeiten Hand in Hand erledigen wird. Wobei die "Bewos" etwas Vorlauf besitzt, weil sie an ihrem Gebäudeteil die Plattenfugen bereits vor einigen Jahren geschlossen hat. Und deshalb ihre vier Eingänge jetzt noch nicht eingerüstet hat und hier auch noch keine Bauleute zugange sind.

"Von den 32 Wohnungen, die nach dem Abriss übrigbleiben, sind acht derzeit nicht bewohnt."

Jens Schneider, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben"

Was Ende April/Anfang Mai aber anders sein wird. Denn dann wird am gesamten Plattenbau gearbeitet. Für die "Neues-Leben"-Bewohner unter erschwerten Bedingungen, da sie während der Bauzeit in dem Haus wohnen bleiben. Während der "Bewos"-Teil bereits so gut wie leergezogen ist, der letzte Mieter in dieser Woche ausziehen wird.

Im Gebäude-Teil der Genossenschaft, also in dem bereits eingerüsteten, wohnen noch 24 Mietparteien. "Von den 32 Wohnungen, die nach dem Abriss der beiden oberen Etagen übrig bleiben, sind acht derzeit nicht bewohnt", sagt Jens Schneider. Und diese acht Wohnungen sind es auch, die während der Bauphase mit Hoffnung auf Neuvermietung saniert werden. Zudem ist geplant, außer das Dach auch die Fassade und den Kellerbereich des Blocks energetisch zu sanieren sowie die Fernwärme-Heizungsanlage zu erneuern. Das alles nicht zuletzt, um für jeden einzelnen Bewohner die Heizungskosten zu senken.

Die Genossenschaft "Neues Leben" hat geplant, mit den Arbeiten an und in ihrem Gebäudeteil Mitte August fertig zu sein, wie Jens Schneider sagt und hofft, das dieser Plan auch aufgeht. Die "Bewos" hingegen wird bis zum nächsten Frühjahr zugange sein, wie Geschäftsführer Thomas Harborth in Aussicht stellt.

"Wir haben vorgesehen, auf die vierte Etage noch zwei Penthauswohnungen zu bauen."

Thomas Harborth, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft "Bewos"

Denn die "Bewos" will das gesamte Innenleben ihrer bisherigen vier Eingänge auf den Kopf stellen. So dass am Ende die Wohnungen völlig neu zugeschnitten sind. Zwar werden sich in den vier Etagen, die stehen bleiben, auch nach dem Umbau noch 32 Wohnungen befinden. "Aber in der unteren Etage werden es elf Kleinstwohnungen sein und in den oberen drei Etagen insgesamt 21 veränderte und verschiedene sowie barrierefreie Wohnungen", wie Thomas Harborth sagt, der noch eine ganz besondere Sache ankündigt. "Wir haben vorgesehen, auf die vierte Etage noch zwei Penthaus-Wohnungen zu bauen." Was zum einen ein attraktives Wohnangebot sei und zum anderen der Optik des Gebäudes eine ganz besondere Note geben soll. Wie Harborth weiter sagt, würden die elf kleinen Wohnungen im Erdgeschoss in Zusammenarbeit mit dem DRK vergeben. "Und für die Wohnungen, die darüber entstehen, gibt es auch schon die ersten Interessenten."

Finanziell unterstützt werden die Sanierungs- und Umbauarbeiten an diesem Plattenbau vom Bund und vom Land im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau Ost". Zumindest kommen aus Magdeburg und Berlin für jeden Quadratmeter der Wohnungen, die im Zuge dieser Wohnblocksanierung abgerissen werden, 60 Euro. So dass "Neues Leben" und "Bewos" jeweils mit etwa 60000 Euro rechnen dürfen.

 

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