Der Feuerlöschteich in der Völpker Bergmannssiedlung ist am Dienstag komplett leergepumpt worden. Die Aktion war nötig, um die Schachtarbeiten während der Straßensanierung nicht zu behindern.

Völpke l Mehr als eine halbe Million Liter ging im Laufe des Tages gestern den Bach runter. Genauer gesagt wurde die gesamte Wassermenge mittels Pumpen und Schläuchen in den nahegelegenen Regenwasserkanal eingeleitet, der in ein Rückhaltebecken führt, an welches schließlich ein Ableitungsgraben angeschlossen ist. Ein Dutzend Kameraden der Ortsfeuerwehr war dafür im Ganztagseinsatz. Sie schätzten das zu transportierende Volumen anhand der Ausmaße des 1,20 Meter tiefen Gewässers auf etwa 600 Kubikmeter.

"Trotz leistungsstarker Technik dauert so eine Aktion natürlich ihre Zeit", so Wehrleiter Fabian Heidtmann. Die Aggregate hat die Feuerwehr Wefensleben den Kollegen zur Verfügung gestellt. "Die Wefensleber haben die Hochwasserausrüstung, die hier gefragt ist", erklärt Heidtmann.

Bis Mittag war der Pegel um etwa 30 Zentimeter gesunken. Insgesamt dauerte das Leerpumpen gute acht Stunden. Zeit, in der sich die Kameraden sowie Vertreter des Angelvereins Gedanken um das Abfischen machten. Denn der Löschteich ist gleichsam Lebensraum für Karpfen und Co., die natürlich umgesetzt werden mussten. Dafür wurden am Nachmittag Schlauchboote zu Wasser gelassen, um den Fischbestand nach und nach abzukeschern. "Die Fische kommen zunächst in Sammelbehälter, wir setzen sie dann an anderer Stelle wieder aus, wahrscheinlich in der alten Badeanstalt in Sommerschenburg", sagte ein Vertreter des Anglervereins.

Anlass für den ganzen Aufwand ist die grundhafte Sanierung der Bergmannssiedlung. Bürgermeister Wolfgang Smolin erläutert: "Da der Löschteich direkt an die Straße grenzt, jedoch höher gelegen ist, stand zu befürchten, dass das Wasser gegen die Grabenwände der Kanalschächte drückt oder gar durchdringt." Dieser Gefahr wollte die Baufirma aus dem Weg gehen. Für die Dauer der Tiefbauarbeiten am ersten Bauabschnitt bleibe der Löschteich leer, die Wiederauffüllung erfolge dann automatisch über den Regenwasserzulauf.

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