Mehr Unfälle, dafür weniger Verletzte. Das ist die Bilanz des Verkehrsjahres 2013 auf den Autobahnen im Bereich der Autobahnpolizei Börde. Im Vergleich zum Vorjahr starben allerdings wieder mehr Menschen auf der A 2, der A 14 und der B 6 n.

Landkreis Börde l Rund 40 Millionen Fahrzeuge fahren jedes Jahr über das 245 Kilometer lange Streckennetz, für das die Autobahnpolizei Börde zuständig ist. Neben der A 2 von Marienborn bis Ziesar und der A 14 von Dahlenwarsleben bis zum Rasthof Plötzetal gehört auch die vierspurig ausgebaute B 6 n von Vienenburg bis zur A 14 dazu, inklusive aller Anschlussstellen und der 22 Parkplätze und 11 Rast- und Autohöfe.

2279 mal hat es dort im Jahr 2013 gekracht, mal weniger folgenschwer, mal mit dramatischerem Ausgang. Dass es im vergangenen Jahr knapp 220 mal öfter zu Unfällen gekommen ist als im Jahr zuvor, läge auch an dem heftigen Winter zu Beginn des Jahres, erklärt der Sprecher der Autobahnpolizei, Johannes Stoye. Eisglätte und Schnee hätten bis in den April hinein auf allen Straßen für Verkehrschaos gesorgt. So gab es zwar mehr Unfälle, die meisten davon hinterließen aber nur an den Fahrzeugen Spuren. Bei 224 Unfällen kamen jedoch auch Menschen zu Schaden. Dabei wurden 236 Menschen leicht und 109 schwer verletzt. "Wobei als schwer verletzt jeder Unfallbeteiligte gilt, der eine Nacht im Krankenhaus verbringt", stellt Johannes Stoye klar.

Für zwölf Unfallbeteiligte kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die meisten Unfälle haben sich auf der A 2 ereignet. "Zwar hat der A 2-Abschnitt nicht mehr Kilometer als der von der B 6 n, dafür aber ein doppelt so hohes Verkehrsaufkommen", so Stoye. Sechs Menschen starben bei Unfällen auf dem Teilstück zwischen Marienborn und Ziesar, zwei weniger als noch im Jahr zuvor. Auf der A 14 hingegen stieg die Zahl der Verkehrstoten von null im Jahr 2012 auf sechs im Folgejahr. Die Zahl der Verletzten hingegen ist auf allen Teilabschnitten zurückgegangen.

"Jeder Tote, jeder Schwerverletzte ist noch einer zu viel", sagt der stellvertretende Revierleiter Carsten Töpfer im Gespräch mit der Volksstimme. Er und seine Kollegen würden auch weiterhin auf Prävention setzen, Staus würden abgesichert und das elektronische Verkehrssystem werde Autofahrer weiterhin auf Unfälle und Gefahren aufmerksam machen.

Bemerkenswert ist, dass jeder dritte Unfall durch einen Lkw verursacht worden ist. Die Hauptursache liegt dabei an zu geringem Abstand. Oftmals sind die Fahrer auf ein Stauende aufgefahren und haben dann einen Pkw unter einen anderen Lkw gedrückt. Acht der zwölf Verkehrstoten auf den Autobahnen gehen auf das Konto von Lkw-Fahrern. Wobei sich unter den acht Toten allein sieben Lkw-Fahrer befinden.