Der jüngst für den Wonnemonat Mai angestrebte Baustart an der B246a in Seehausen verzögert sich erheblich. Der neue Zeitplan sieht vor, dass die Ausschreibungsphase erst im Herbst begonnen werden soll. Ab Mitte September rollt dann auch wieder der Rüben-Lkw-Verkehr über den maroden Abschnitt. Damit könnte das Bauprojekt bis zum nächsten Frühjahr auf Eis liegen.

Seehausen l Der Startschuss für die Sanierung des vierten und damit letzten durch Seehausen verlaufenden B246a-Abschnitts hätte eigentlich in diesem Frühjahr fallen sollen. Soweit der Plan. Doch der Baubeginn verzögert sich. Und zwar erheblich. Allein die Ausschreibungsphase für die Realisierung des Bauprojektes soll nun erst im Herbst in Angriff genommen werden.

Bislang angedacht war, die Losung Ende Februar starten zu lassen. Die Mitteilung über die Verschiebung des Bauplans hatte gestern Bauamtsleiter Olaf Küpper seitens der Landesstraßenbaubehörde erreicht.

Einen Baubeginn im Spätherbst hält der Bauamtsleiter allerdings für eher unwahrscheinlich. Zumal traditionell im September die Rübenkampagne beginnt und die Strecke zu den wichtigsten für die Lkw-Rübentransporte Richtung Klein Wanzleben gehört. Eine großräumige Umleitung pünktlich zum Kampagnebeginn würde hier wohl dann nicht nur die Spediteure auf die Palme bringen, sind sich die Bauleute einig.

Insgesamt 665 Meter müssen hier noch innerorts grundhaft ausgebaut werden. Andreas Boehle, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde, der im Auftrag des Bundes die Planung betreut, hatte bereits Anfang Februar auf Nachfrage erklärt, dass der Bund die hierfür beantragten Mittel in Höhe von 550000 Euro noch nicht freigegeben habe.

Dass sich der Baubeginn verzögert, hätte aber nichts mit der Finanzierung zu tun, schloss gestern Olaf Küpper als mögliche Ursache aus. Vereinbarungen, die zwischen Land und Bund noch geklärt werden müssen, hätten dazu geführt. "Aber gebaut wird definitiv", sagte er.

Die Sanierung des B246a-Abschnitts geht als Gemeinschaftsprojekt zwischen Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) und der Stadt Wanzleben - Börde über die Bühne. Die Stadt stemmt dabei den Anteil für den Ausbau des Gehweges und der Nebenanlagen, erklärte der Amtsleiter. "Sämtliche Vorbereitungsarbeiten für den Ausbau werden von unserer Seite her aber schon in diesem Jahr in Angriff genommen", sicherte Küpper zu.

Der beschriebene Abschnitt um die 665 Meter lange Buckelpiste hatte während der vorausgegangenen drei großen B246a-Bauphasen jahrelang als innerörtliche Umleitungsstrecke in Richtung See gedient.

Im Vorjahr waren hier, auf Drängen von Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch mit Blick auf die Umleitungsvorbereitungen für die dritte Sanierungsetappe, die schlimmsten Schlaglöcher ausgebessert worden.

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