Die Energiekosten steigen stetig - auch für die Straßenbeleuchtung in den Orten. Nach kostensparenden Varianten wird überall gesucht, wie auch die neuesten Beispiele aus Gröningen und Ausleben beweisen.

Gröningen/Ausleben l Sowohl der Stadtrat von Gröningen als auch die Mitglieder des Hauptausschusses in Ausleben haben sich in ihren jüngsten Sitzungen mit der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung in ihren Orten befasst. So sah der Gröninger Stadtrat beispielsweise Handlungsbedarf für die Lampen in der Siedlung Süd und in der Lindenstraße in Großalsleben, entlang der Landesstraße 80 in Krottorf und im Ortsteil Heynburg in der Dalldorfer Straße und in der Straße Zur Seeburg. Derzeit werden in den vorhandenen Straßenlampen noch Hochdruck-Quecksilberdampflampen und Natriumdampfleuchten verwendet.

Während die verwendeten Quecksilberdampflampen ab dem kommenden Jahr nicht mehr gehandelt werden, verursachen die Natriumdampfleuchten hohe Stromkosten und haben nur eine geringe Lichteffektivität. Diese Eigenschaften sprechen für eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten. Schon in der Beschlussvorlage wurde den Stadträten eine Ersparnis von mehreren 1000 Watt, bezogen auf alle angegebenen Straßenzüge, vorgerechnet. Allerdings heißt es auch: "Auf eine Umrechnung der Energieersparnis in Euro wird verzichtet, da sich die Energiepreise jedes Jahr erhöhen."

Wolfgang Ihsecke hatte sich als stellvertretender Stadtratsvorsitzender intensiv mit dem Thema befasst. Er war sich sicher, dass sich die Energieeinsparung auch irgendwann finanziell auszahlen wird. Die LED-Leuchten - derzeit das Modernste auf dem Markt - seien sehr langlebig und auch die Wartung sei geringer. Doch zunächst kostet die geplante energetische Umrüstung erst einmal Geld. Der Aufwand für dieses Jahr wird in Gröningen auf 50000 Euro geschätzt. Beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) sollen Fördermittel in Höhe von 27300 Euro beantragt werden. Die Eigenmittel sind bereits im Haushalt eingestellt.

Die Idee eines Bürgers, doch die Straßenbeleuchtung in Gröningen auch nachts (zwischen 0 und 4.30 Uhr) wieder einzuschalten, wenn durch den Einbau von LED-Lampen Kosten gespart werden, stieß besonders bei Bürgermeisterin Renate Hillebrand auf wenig Gegenliebe. Mittlerweile seit etwa zehn Jahren werde die nächtliche Stromabschaltung umgesetzt und es konnte auch schon einiges der stetigen Steigerung der Stromkosten abgefedert werden. "Die Idee haben wir uns damals in Gröningen-Satteldorf, unserer befreundeten Gemeinde, abgeschaut", unterstrich Renate Hillebrand. Die Anmerkung eines anderen Bürgers im Hochsommer, wenn es früh hell wird, die Lampen auch um 4.30 Uhr gar nicht wieder anzustellen, soll von der Verwaltung geprüft werden.

Ausleben plant dreijährigen Sanierungszeitraum

Der Ausleber Hauptausschuss gibt nach seiner jüngsten Sitzung eine Empfehlung an den Gemeinderat weiter, für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen von Ausleben 10000 Euro in den Haushalt einzustellen. "Wir wollen zunächst 30 bis 40 Lampen auf LED umrüsten", erklärte Bürgermeister Dietmar Schmidt nach der Sitzung. Auch hier beträfe der Austausch Straßenlampen, die mehr als 20 Jahre alt sind und auch noch mit den verbrauchsintensiven Quecksilberdampflampen ausgestattet sind. Einige der Leuchtmittel sind, wie Schmidt es bezeichnete, bereits blind.

Die Sanierung der Straßenbeleuchtung soll in diesem Jahr beginnend in drei Jahresscheiben umgesetzt werden. Unter dem Strich soll auch hier eine Energieersparnis erreicht werden. Derzeit hat die Gemeinde Ausleben, wie Bürgermeister Dietmar Schmidt sagte, allein 32000 Euro pro Jahr für den Energiebezug im Haushalt zu stehen.