Für Diskussionen sorgte in den vergangenen Tagen die Tatsache, dass Räumlichkeiten im alten Osterweddinger Feuerwehrgerätehaus vermietet werden sollen. Die Entscheidung wurde erst einmal vertagt.

Osterweddingen l Bereits im Sozialausschuss hatte der Fakt, dass künftig die Räumlichkeiten im alten Feuerwehrgerätehaus Osterweddingen an Privatpersonen vermietet werden sollen, zu kontroversen Diskussionen geführt.

Die Räume sollten in die Satzung "Vermietung gemeindeeigener Räumlichkeiten und Erhebung von Gebühren" neu aufgenommen werden.

Doch das sei mit den Kameraden der Osterweddinger Feuerwehr überhaupt nicht abgestimmt worden, machte Gemeinderätin Birgit Wasserthal (CDU) in der Sozialausschusssitzung am Montagabend aufmerksam. Der Sozialausschuss, der ohnehin nur beratend agiert, hatte die Entscheidung in den Ortschaftsrat Osterweddingen verwiesen. Dieser tagte einen Tag später. Hier stand das Thema also wieder zur Debatte. Der Ortschaftsrat war zwar am Dienstagabend nicht beschlussfähig, doch die anwesenden Mitglieder lehnten mehrheitlich die Vermietung ab.

Am Donnerstagabend nun tagte der Hauptausschuss im besagten alten Feuerwehrgerätehaus. Und hier an Ort und Stelle wurde die Vermietung der Räumlichkeiten an Privatpersonen aus der Satzung erst einmal wieder gestrichen. Die Gemeindeverwaltung werde die Satzung in dieser Hinsicht nochmals überarbeiten. Zunächst aber müsse mit allen Beteiligten gesprochen werden.

Dass die Kameraden der Osterweddinger Feuerwehr mit einer Vermietung des alten Gerätehauses an Privatpersonen nicht einverstanden sind, hat mehrere Gründe. Grund eins ist die Tatsache, dass im alten Gerätehaus die Jugendwehr ihr Domizil hat. Die Renovierung und Sanierung der Räume samt Einbau von Toiletten geschah in den vergangenen Jahren komplett in Eigenregie der Kameraden, die auch die Kosten trugen. In der steilen Treppe sehen die Feuerwehrleute zudem eine große Unfallgefahr. "Sorgen machen sich die Kameraden vor allem um den Inhalt der Vitrinen, die Sie hier sehen", hatte Hauptamtsleiter René Kellner am Donnerstagabend die Mitglieder des Haupt-, Bau und Vergabeausschusses aufmerksam gemacht. In den Vitrinen sind zahlreiche Pokale und auch historische Gegenstände aus der Geschichte der Feuerwehr ausgestellt.

Bestandteil der neu zu beschließenden Satzung sind auch Änderungen bei der Vermietung der Festhalle in Altenweddingen und des Sport- und Vereinsheimes in Dodendorf. Bei Veranstaltungen, die nicht vom Ortsbürgermeister oder von den Vereinen der Orte organisiert werden, sollen die Betriebskosten künftig genauer ermittelt werden. Das heißt für die Praxis, dass Zählerstände bereits bei Schlüsselübergabe aufgeschrieben werden.