Mehr noch als auf das Jahresgeschehen 2013 hat sich der Blick bei der Hauptversammlung der Eilsleber Feuerwehr auf die Zukunft gerichtet. Es wird ein Neubau des Gerätehauses in Betracht gezogen. Wehrleiter Jörg Bockwoldt wusste das Ansinnen nachdrücklich mit personellen Argumenten zu untermauern.

Eilsleben l Es ist noch reine Zukunftsmusik, es wird für Gesprächsstoff bei den Veramtwortlichen sorgen, und man steht mit dem avisierten Projekt auch hinter anderen Prioritäten an. All dessen ist sich Jörg Bockwoldt "sehr wohl bewusst", doch wollte Eilslebens Wehrleiter die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen und betonte in seinem Ausführungen die Notwendigkeit eines neuen Gerätehauses vor Ort: "Das Problem wird immer deutlicher, das ist jetzt auch von der Gemeindewehrleitung und dem Feuerwehrausschuss erkannt worden. Wir müssen anfangen, uns mit den Fakten auseinanderzusetzen und daraus die Schlüsse ziehen."

Es stelle sich längst so dar, dass die baulichen Gegebenheiten der erfreulichen personellen Entwicklung hinterherhinkten. "Unsere weiblichen Einsatzkräfte ziehen sich hinter der Drehleiter um, der Umkleideraum der Jugendfeuerwehr ist viel zu klein für die 20 Mitglieder, und einen neuen Tanker würden wir gar nicht mehr hineinbekommen", beschrieb Bockwoldt die "nicht wirklich tolle Situation".

Die räumliche Kapazität sei erschöpft, ein Anbau wenig sinnvoll. Man blicke hoffnungsvoll nach vorn, das Gerätehaus Eilsleben stehe an dritter Stelle der Jahresprioritätenliste und könnte demzufolge 2016 Beschlussreife erlangen.

Einige nachdrückliche Argumente dafür präsentierte Bockwoldt in seinem Rechenschaftsbericht, gestützt von Zahlen des Abschnittsleiters Ralf Lange und des Feuerwehrverbandsvorsitzenden Ulf Nohr. Demnach verzeichne Eilsleben gegen den Trend personellen Zuwachs. Die Wehr stelle innerhalb der Verbandsgemeinde Obere Aller das stärkste Einsatzkontingent bei der Tagesbereitschaft und habe die größte Jugendwehr. "Wenn man sich umschaut, kann man schon sagen, dass wir uns in einer glücklichen Lage befinden", kommentierte Jörg Bockwoldt, "wir profitieren von einem sehr guten Ausbildungsstand und einer hervorragende Nachwuchsarbeit, was mit den sieben Neuaufnahmen in den aktiven Dienst heute unterstrichen wird."

Hinzu komme die seit vorigem Jahr intensiv gepflegte Annäherung mit den Kameraden in Ummendorf. Für 2014 habe man im Resultat schon den Dienstplan gemeinsam gestaltet. "Und wenn es mittelfristig zu einem Neubau kommt, gehen unsere Überlegungen in Richtung einer geplanten und freiwilligen Zusammenlegung der beiden Wehren", kündigte Bockwoldt an.

Der Wehrleiter merkte unter Anführung des Eilsleber Einsatzgeschehens mit 34 Alarmierungen im vergangenen Jahr an, dass die mobile Löschwasserbereitstellung nicht vernachlässigt werden dürfe. "Wir hatten zum Beispiel zwei Brände ortsaußerhalb zu löschen. Die Vorhaltung von Tanklöschfahrzeugen ist daher unverzichtbar."

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