In einem Projektheft "Verborgene Schätze" sind auch acht Erlebnispunkte in der Verbandsgemeinde Westliche Börde und der Stadt Oschersleben enthalten. Ingesamt umfasst das Heft 47 Erlebnispunkte von der Colbitz-Letzlinger Heide bis zum Harz.

Gröningen/Oschersleben l Das Förderprojekt "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" kann einen ersten Erfolg verbuchen. Für die gemeinsame Studie haben sich fünf Lokale Aktionsgruppen (LAG) zusammengeschlossen, um auf "versteckte" Sehenswürdigkeiten von der Colbitz-Letzlinger Heide bis hin zum Harz zu verweisen. Das Ergebnis sind 47 Erlebnispunkte, die in einem Projektheft vorgestellt und beschrieben sowie deren Historie und Bedeutung in einer ersten Studie erklärt werden. Acht dieser Erlebnispunkte befinden sich im Bereich der Verbandsgemeinde Westliche Börde und der Stadt Oschersleben.

Die Straße der Romanik ist nach 20 Jahren nicht nur Einheimischen bekannt, sondern wird auch von vielen Touristen genutzt, um Einblicke in die Geschichte des 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts zu erhalten. Vorbei an Burgen, Dome, Klöster und Kirchen wird hier entlang dieser Route Geschichte erlebbar gemacht. An diesen Erfolg anschließend und im Zusammenhang mit dem 20-jährigen Bestehen will das Förderprojekt "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" auf Sehens- und Wissenswertes aus der Region verweisen. Angedacht ist, dass das Projekt als eine Verständigungsbrücke zwischen den Geschehnissen des Mittelalters und den folgenden Epochen dient.

"Ich stelle mir darunter immer einen roten Faden vor, der die Sehenswürdigkeiten miteinander verknüpft", sagt Westliche-Börde-Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker, die Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Börde (LAG) ist. Die LAG Börde ist ein Zusammenschluss der Verbandsgemeinde Westliche Börde und der Stadt Oschersleben. In der weiteren Zusammenarbeit der insgesamt fünf Lokalen Aktionsgruppen würden die Erlebnispunkte zu einem Erlebnispfad zusammenwachsen, die die Straße der Romanik bereichern könnten, wie Ines Becker sagt.

"Denn wir haben viele touristische Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel könnte man nach einem Besuch in der Sankt Vitus Kirche in Kloster Gröningen einen Abstecher in die Sankt Martini Kirche in Kroppenstedt unternehmen."

"Es gab viele Zusammenkünfte und Abstimmungen zum Inhalt. Auch haben uns Ortschronisten sowie andere geschichtlich Interessierte intensiv unterstützt", sagt Ines Becker und dankt allen Beteiligten für ihr Engagement.

Die jetzt vorliegende Projektstudie solle als Wegbereiter für weitere Publikationen dienen. "Denn wir haben viele touristische Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel könnte man nach einem Besuch in der Sankt Vitus Kirche in Kloster Gröningen auch einen Abstecher in die Sankt Martini Kirche in Kroppenstedt unternehmen", sagt Ines Becker.

"Natürlich ist die Studie erst ein Beginn", so Ines Becker. Auf Grundlage der Studie sei daher geplant, die beschriebenen Erlebnispunkte mit Informationstafeln zu versehen und Informationsfaltblätter zu gestalten. Auch sollen im Rahmen der Zusammenarbeit mit den vier anderen Aktionsgruppen weitere Aktivitäten entwickelt werden.

"Der Anstoß für das Projekt kam damals von der LAG Flechtinger Höhenzug", erklärt Ines Becker. "Besonders hervorzuheben für ihren Einsatz und die Koordination sind die beiden Projektleiter Ronald Floum und Thomas Wischnewski", sagt die Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe "Börde". Neben der Studie wurde zudem eine Webseite mit den erarbeiteten Inhalten der Studie erstellt, die in Kürze auch online gestellt werden soll.

Seit 1991 fördert die Europäische Union mit dem Programm "Leader" verschiedene Projekte, Investitionen und Aktionen, "die zu einer nachhaltigen Stärkung der ländlichen Räume beitragen soll", wie es in den Programmunterlagen heißt. Die Abkürzung Leader stammt aus dem Französischen ("Liaisons entre actions de développement de l`économie rurale") und bedeutet sinngemäß: "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft".

Weitere Informationen über die LAG Börde unter: www.lag-boerde.de.