An mehreren Stellen im Ort will die Gemeinde Völpke in diesem Jahr erneuernd investieren. Das Hauptaugenmerk ist auf die Bergmannssiedlung gerichtet, wo mit dem ersten Bauabschnitt bereits begonnen wurde. Weitere Sanierungen sind fürs Arzthaus, die Mühlenbachbrücke und einige Gehwege vorgesehen.

Völpke l Dass die Sanierung der Bergmannssiedlung nicht mehr wie geplant voriges Jahr gestartet werden konnte, habe nun ein Gutes, sagt Völpkes Bürgermeister Wolfgang Smolin: "Aufgrund des spät verabschiedeten Haushalts haben wir es 2013 nicht mehr geschafft, dafür hatten wir jetzt aber alle Ausschreibungen und Aufträge im Sack und konnten zeitig beginnen." Die Bagger sind seit einigen Tagen schon im Tiefbaueinsatz.

Die Siedlung erfährt den so genannten grundhaften Ausbau, welcher die Erneuerung der Energie- und Wasserversorgungsleitungen und Hausanbindungen einschließt. Das Ganze erfolgt in zwei Abschnitten, erklärt Smolin: "Das Feuerwehrgerätehaus in der Straße markiert den Trennpunkt zwischen dem ersten und dem zweiten Teil, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu gewährleisten." Inklusive der Anteile vom TAV und Avacon sowie einer neuen LED-Straßenbeleuchtung belaufen sich die Gesamtkosten Smolin zufolge zwischen 360000 und 380000 Euro. "Ich bin sicher, es wird eine schöne Straße", so der Ortschef.

Eine weitere Investition betrifft abermals das Arzthaus in der Friedensstraße, eine kommunale Immobilie, in die sich derzeit das Landambulatorium Börde eingemietet hat. "Bei der Wärmedämmung im vergangenen Jahr waren der Fassadensockel und die Isolierung im Keller noch nicht mit drin", erklärt Smolin. Dies werde nun nachgeholt. "Die ärztliche Versorgung liegt uns natürlich am Herzen, sie ist immens wichtig für den Ort." Der Bürgermeister hofft, dass hier auch über den Juli hinaus, wenn Hans-Werner Bille wohl endgültig seinen landärztlichen Abschied nimmt, ausreichende Sprechzeiten für die Patienten in der Umgebung zur Verfügung stehen.

Pläne zur Sanierung von Gehwegen in der Gemeinde bestehen für den Hasenberg und die Bergstraße. "Auch den nördlichen Teil des Butterbergs in Badeleben wollen wir noch anfassen sowie ein Stück der Schulstraße hinter den Blöcken", sagt Wolfgang Smolin. Nicht zuletzt sei die Verlängerung der Rudolf-Breitscheid-Straße hin zur Neuen Straße im Maßnahmenkatalog enthalten, weil dort die Brücke über den Mühlenbach erneuert werden soll. "Das ist dann auch eine Brücke, die es wirklich nötig hat", so Smolin in Anspielung auf den ungeliebten neuen Betontrumm an der "Wildspange" kurz vorm Ortseingang Badeleben.

Zukunftsmusik spielt in der ehemaligen Gaststätte in der Schulstraße. Die soll "mit einer ordentlichen Investition" als Versammlungsraum hergerichtet werden, "damit wir nicht immer bei der Volkssolidarität schräg gegenüber die Stühle rücken müssen". Hierfür bedürfe es aber noch einer konkreten Planung nebst Ersparnissen im unteren sechsstelligen Bereich: "Das wird eine größere Modernisierung, die wir nicht mehr in diesem Jahr anpacken."

Bei allen Aufgaben und Projekten seitens der Gemeinde, appelliert der Bürgermeister, möge auch die Pflicht der Einwohner nicht vernachlässigt werden: "Wir sind alle dafür verantwortlich, dass unsere beiden Dörfer auch optisch attraktiv bleiben, darum bitte ich alle Bürger, die Straßen- und Gehwegreinigung gewissenhaft zu erledigen."

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