Kleinere Höhepunkte sollen in diesem Jahr den Veranstaltungskalender des Dodendorfer Heimatvereins bestimmen. Große Feste wie die 1035-Jahr-Feier im vergangenen Jahr sind aus finanziellen Gründen nicht jedes Jahr möglich. Darüber waren sich die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung einig.

Dodendorf l Die Mitglieder des Dodendorfer Heimatvereins wollen auch in diesem Jahr an dem in der Satzung verankerten Zweck des Vereins festhalten. Das kulturelle Leben im Dorf zu fördern ist dabei der wichtigste Fakt. Deshalb sind auch wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant, die größtenteils schon seit Jahren Erfolg hatten. Dazu gehören am 17. April das Osterfeuer, am 2. Oktober die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit mit Fackelumzug und Feuer, am 30. November das Lichterfest sowie die Silvesterfeier am letzten Tag des Jahres.

Ein Volksfest, so wie in den Vorjahren, soll es in erster Linie aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht geben. Dennoch soll der 205. Jahrestag des Gefechtes bei Dodendorf nicht vergessen werden. Am 11. Mai soll aus diesem Grund am Schill-Denkmal ein Kranz niedergelegt werden, im Anschluss daran ist eine Gedenkfeier im kleineren Rahmen geplant.

Mit dem Veranstaltungsprogramm möchte der 55 Mitglieder zählende Verein auch an die Erfolge anknüpfen, von denen auf der jüngsten Jahreshauptversammlung berichtet werden konnte. Selbst überregional warb der Verein für das Dorf auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Gommern. Durch die Zusammenarbeit mit Heimatvereinen aus Niederndodeleben, Sülldorf und Altenweddingen bekam das Vereinsleben neue Impulse - und auch das Miteinander mit der örtlichen Feuerwehr hat sich wieder verbessert.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, wie die Vereinsmitglieder, insbesondere der Vorstand, feststellen mussten. So wird es immer schwieriger, die Tradition im Dorf zu erhalten. Feste, wie im vergangenen Jahr die 1035-Jahr-Feier, verschlingen enorme Gelder, die kleine Vereine allein nicht aufbringen können. "Unsere ehrenamtliche Arbeit wird dadurch immer mehr erschwert und der Bürokratismus der oberen Behörden tut sein Übriges dazu", zitierte Vorstandsmitglied Beate Schulze aus dem Jahresbericht der erkrankten Vorsitzenden Carola Haack. So blieb auch den Mitgliedern des Heimatvereins zur 1035-Jahr-Feier nichts anderes übrig, als kräftig Klinken zu putzen und um Sponsorengelder zu bitten. Im Topf der Gemeinde Sülzetal fand sich kein Cent für die Unterstützung der Feierlichkeiten. Trotzdem waren sich die Vereinsmitglieder einig, dass die Veranstaltung gut war und auch große Resonanz fand.

Auch musste sich ein Teil der Mitglieder in Carola Haacks Jahresbericht Kritik gefallen lassen. Als sie vor einem Jahr zur Vorsitzenden gewählt wurde, erhoffte sie sich, mehr Mitglieder zur aktiven Mitarbeit bewegen zu können. Doch oft stehen der Vorstand und wenige Helfer auch bei der Durchführung von Veranstaltungen allein da, angefangen beim großen Einkauf bis hin zu den Aufräumarbeiten nach den Festlichkeiten.

Voller Tatendrang stehen aber viele Mitglieder - wie auch die angeregte Diskussion bei der Jahreshauptversammlung zeigte - den sogenannten "Großprojekten" des Heimatvereins gegenüber. So haben sich die Vereinsmitglieder schon vor einiger Zeit zum Ziel gesetzt, nicht nur das Schill-Denkmal zu pflegen, sondern auch den Teich in unmittelbarer Nähe herzurichten. Der ist mittlerweile weniger als Kleinod, sondern eher als Jauchenkuhle zu betrachten. Doch die Hürden, die dem Verein in den Weg gestellt werden, sind selbst mit Tatendrang und Unterstützung von Sponsoren schwer zu überwinden. "Das Vorhaben wurde leider durch die Gemeinde Sülzetal gestoppt, da hier wohl eine Menge umweltschutzrechtlicher Faktoren eine Rolle spielen", resümierte Carola Haack in ihrem Bericht. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich vor Herbst an dieser Stelle nichts tun wird.

Positiver sieht es für die Gedenkplatten an der Kirchenmauer aus, derer sich der Heimatverein ebenfalls angenommen hat, um ein Stück Dorfgeschichte zu bewahren. Sie sollen in den kommenden Wochen wieder aufgerichtet werden.