Die Idee für eine Restaurierung eines alten, derzeit mit einer Metallplatte abgedeckten Brunnens schiebt Stadtrat Werner Ackermann in Bottmersdorf an. Da weder Haushalts- noch Fördermittel für die Neugestaltung angemeldet oder bewilligt sind, hängt das Vorhaben an der Frage um die Finanzierungsquelle.

Bottmersdorf l Für die Sanierung eines alten Brunnens rührt in Bottmersdorf FDP-Stadtrat Werner Ackermann die Werbetrommel. "Es wäre wünschenswert, wenn der alte Brunnen mit einer neuen Bruchsteinmauer und einer Pumpenattrappe restauriert werden würde. Das würde nicht nur gut aussehen und das Erscheinungsbild des Ortes aufwerten, sondern der knapp sechs Meter tiefe Brunnen würde auch erhalten bleiben und gesichert werden", erklärt der Bottmersdorfer.

Schon seit längerem ist die alte Brunnenpumpen-Anlage, an der sich laut Ackermann früher vier Haushalte bedienten, provisorisch mit einer Metallplatte abgedeckt. Der Schacht befindet sich auf kommunalen Grund und Boden. Rot-weiß-gestreifte Sicherheitsbaken grenzen das schmale Grundstück ein.

Die provisorische Abdeckung des sechs Meter tiefen Brunnens bereitet dem Stadtrat an dieser Stelle jedoch insofern Sorgen, als dass er einen Diebstahl der Metallplatte befürchtet. "In der Zeitung lese ich immer wieder Polizeimeldungen, in denen davon berichtet wird, dass Metalldiebe mittlerweile alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. In Wanzleben haben Unbekannte jüngst sogar schon die Gullydeckel von einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes entwendet. Würde die Abdeckplatte gestohlen werden, wäre der Brunnenschacht ungesichert und würde offen stehen", erklärt er seine Bedenken. "Deshalb würde ich es begrüßen, wenn wir hier die alte Brunnenanlage auch mit Blick auf den Sicherheitsaspekt restauriert bekommen würden."

Zwei ehemalige Brunnenanlagen seien so bereits schon in Bottmersdorf saniert worden, weiß Werner Ackermann zu berichten. "Alte Brunnen sollte man nie zuschütten, sondern lieber restaurieren."

Auf Volksstimme-Nachfrage im Rathaus der Stadt Wanzleben - Börde begrüßt auch Bauamtsmitarbeiterin Erika Uebel die Idee um eine Neugestaltung. Doch der Knackpunkt sei wie bei so vielen Bauprojekten auch hier die Frage um die Finanzierung, merkt sie an. "Gern schauen wir uns die Gegebenheiten vor Ort an. Wenn dem aus baulicher Sicht nichts entgegen steht und sich der Ortschaftsrat für das Vorhaben ausspricht, müssen im Anschluss über das Vorhaben noch die Mitglieder des Bauausschusses sowie die Stadträte beraten. Mittel im Haushalt sind aktuell dafür weder eingestellt noch vorgesehen. Auch Fördermittel aus dem Topf der Dorferneuerung sind nicht mehr zu erwarten", erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. Sie gibt den Tipp, für das gestalterische Vorhaben Spenden zu sammeln oder auf Sponsorensuche zu gehen.