Etwa 345000 Euro werden in der Verbandsgemeinde Westliche Börde investiert, um allen Orten eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung zu stellen. Die erforderlichen Arbeiten sollen im Herbst erledigt sein.

WestlichBörde l Auch die letzten Orte der Verbandsgemeinde Westliche Börde können sich jetzt darauf freuen, schnell durch das Internet zu surfen. Indem in den kommenden Monaten Dalldorf, Krottorf, Großalsleben, Gunsleben, Hamersleben und Üplingen erschlossen werden, gibt es hier eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens zwei Megabit/Sekunde. Das heißt, wie Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker erklärt, dass die Übertragungsgeschwindigkeit des Internets in den Orten bei mindestens zwei Megabit/Sekunde liegt.

Um diese Infrastruktur zu schaffen, ist eine Investition von etwa 345000 Euro notwendig. "Wir haben einen Zuwendungsbescheid von Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) über 300000 Euro erhalten, das entspricht einer Förderung von 87,5 Prozent", so Ines Becker, die es wichtig fand, die Grundversorgung abzusichern, obwohl die erste Bedarfsermittlung vor längerer Zeit ernüchternd war. Der Rücklauf habe gefehlt.

Dennoch hat sich die Verwaltung der Westlichen Börde seit Juni des vergangenen Jahres noch einmal intensiv mit dem Thema Breitbandversorgung auseinandergesetzt und entsprechende Fördermittel, größtenteils aus Töpfen der Europäischen Union, beantragt. "Wir bedanken uns bei allen Partnern, dass die Fördermittel so schnell geflossen sind. Alle hatten ein offenes Ohr für uns", erklärte Ines Becker.

Bis in den Spätherbst hinein, die Bürgermeisterin sprach von November, sollen die notwendigen Baumaßnahmen nun umgesetzt werden, damit dann die Bürger in den bisher unterversorgten Gebieten auch vom schnellen Internet profitieren können. Unter anderem ist es im Zuge der Baumaßnahme notwendig, neue Kabel in bereits vorhandene Leerrohre einzuziehen und Kabelverteilerschränke zu erneuern. Zwischen Neuwegersleben und Gunsleben soll zudem eine neue Überlandleitung verlegt werden. Um diese Arbeiten zu erledigen, sind teilweise auch Schachtarbeiten notwendig.

Während die Grundversorgung hergestellt wird, wird in der Verwaltung schon ein Stück weiter geschaut. Eine große Landesstrategie hat für die Jahre 2014 bis 2020 die Breitbandversorgung mit 50 Megabit/Sekunde im Blick. So sitzt auch die Verbandsgemeinde Westliche Börde nach einer Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Börde in einem Boot. Der Landkreis erarbeitet jetzt eine Machbarkeitsstudie, die die Aufrüstung der Versorgung auf 50 Megabit/Sekunde zum Thema hat. Auch diese ist wieder mit einer Bedarfsermittlung verbunden. "Die Bedarfsermittlung ist wichtig", unterstrich Ines Becker. Sie appellierte an alle Einwohner der Westlichen Börde, ihren Bedarf anzumelden, ein entsprechendes Formblatt gibt es auf der Internetseite des Landkreises Börde unter www.boerdekreis.de oder über die Internetseite der Verbandsgemeinde Westliche Börde www.verbgem-westlicheboerde.de. Stichtag für die Bedarfsermittlung ist am Montag, 31. März.