Im Einsatz zeigt sich die Eggenstedter Wehr als starke Einheit. Die Kameraden wissen, dass sie sich dabei auch auf ihre Spitze verlassen können - und das seit 25 Jahren.

Eggenstedt l Die Eggenstedter Ortsfeuerwehr hat etwas Besonderes vorzuweisen. Seit 25 Jahren schon stehen an der Spitze die selben Kameraden. Es sind Lothar Grabowski als Ortswehrleiter und sein Stellvertreter Wolf-Dieter Wilde. Ihnen wurde bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend eine besondere Ehre zuteil. Während Andy Hotopp als Ortsbürgermeister seine Anerkennung im Namen der Ortschaft aussprach, überreichte Stadtwehrleiter Burkhard Wegner ein Geschenk. Mit ihren 25 Dienstjahren seien sie diejenigen, die in der Stadt am längsten im Dienst seien, erklärte der Stadtwehrleiter.

Und dennoch wissen Lothar Grabowski und Wolf-Dieter Wilde auch eine starke Truppe hinter sich. Das wurde auch im Rechenschaftsbericht des Ortswehrleiters deutlich. Insgesamt zehn Mal mussten die Eggenstedter Kameraden im vergangenen Jahr dem Ruf der Sirene folgen, um technische Hilfe zu leisten. Den größten Einsatz dabei forderte, so Lothar Grabowski, eine Ölspur, die sich durch ganz Eggenstedt zog. Aber auch die beiden Hochwassereinsätze im Juni, bei denen insgesamt 13 Feuerwehrkameraden aus Eggenstedt bei sengender Hitze in der Farsleber Kiesgrube Sand schippten, forderten viel Energie. "Unsere sechs Frauen haben in dem insgesamt 23 Stunden dauernden Einsatz den Männern in nichts nachgestanden", lobte Lothar Grabowski. Alle hätten an einem Strang gezogen.

Auch die durchschnittliche Einsatzstärke von acht Kameraden bei den zehn Einsätzen kann sich nach Aussage von Lothar Grabowski sehen lassen. "Für unsere kleine Wehr ist das ein guter Schnitt", fügte er hinzu.

Und auch die Ausbildung kann sich sehen lassen. Zwar haben die Kameraden im vergangenen Jahr nicht so viele Lehrgänge besucht, aber das liegt eher daran, dass der Ausbildungsstand schon sehr gut ist. Auch bei der Schulung im Digitalfunk erwiesen sich die Eggenstedter als fleißige Bienchen, so dass sie zu den ersten in der Stadt gehörten, die den Digitalfunk auch im Einsatz einsetzen konnten.

Enttäuscht erinnerte sich Lothar Grabowski an die Übung im Herbst, die gemeinsam mit der Dreileber und der Seehäuser Wehr durchgeführt wurde. Sie hat gezeigt, dass es noch einige Schwachstellen gibt.

Hoffnung allerdings können die Eggenstedter haben, wenn sie die Entwicklung in der Jugendfeuerwehr betrachten. Zum Jahresende waren hier sieben Kinder und Jugendliche vereint. Ein Jugendlicher konnte im vergangenen Jahr in die Einsatzabteilung wechseln.

Bilder