Die Wahlen für den Oschersleber Stadtrat und die Ortschaftsräte stehen am 25. Mai ins Haus. Bürgermeister und Wahlleiter Dieter Klenke (parteilos) informierte über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.

Oschersleben l "Alle zur Wahl des Stadtrates und der Ortschaftsräte gemeldeten Kandidaten, Parteien und Wählergruppen sind zugelassen", stellte der Wahlleiter Dieter Klenke gegenüber der Volksstimme klar. Außerdem informierte der Bürgermeister darüber, dass der Stadtrat um fünf von derzeit 31 Sitze auf 36 Sitze zunehmen wird. "Das ist dem Zuwachs an Einwohnerzahlen aus der Eingemeindung Hornhausens geschuldet", erklärte Klenke.

Demgegenüber stellen sich im Frühjahr insgesamt 75 Kandidaten zur Wahl. 39 von ihnen werden es folglich nicht in das Stadtparlament schaffen.

Gestiegen ist auch die Zahl der Wählergruppen. Die alteingesessenen Parteien bekommen Konkurrenz. Über die Freie Unabhängige Wählergemeinschaft Oschersleben (FUWG) mit zwölf Kandidaten und "Wir für Emmeringen in Oschersleben" mit vier Kandidaten berichtete die Volksstimme bereits. Neu sind ebenfalls die "Freien Wähler Beckendorf-Neindorf" mit sieben Kandidaten sowie "Schermcke 2000". Letztere tritt allerdings mit Barbara Wajroch als Einzelkämpferin zur Wahl für den Stadtrat an. Ebenfalls als Einzelvorschlag geht Wolfgang Herbert (derzeit Stadt-Fraktion) in den Wahlkampf.

Die SPD als größte Wählergruppe wird laut Dieter Klenke mit 21 Kandidaten auf dem Wahlzettel vertreten sein, gefolgt von der CDU mit 20 Kandidaten, der Linken mit sieben sowie den Grünen (Liselotte Drohberg) und der FDP (Thomas Ulrich) mit jeweils einem Kandidaten. "Für die Sozialdemokraten geht Burkhard Kanngießer als Spitzenkandidat an den Start, für die CDU wird Torsten Schubert ganz oben auf dem Wahlzettel stehen", so der Wahlleiter weiter. Manfred Nörthen werde für Die Linke und Jörg Gildemeister für die FUWG als Spitzenkandidat antreten. Carsten Hinzpeter geht für die Freien Wähler Beckendorf-Neindorf als Spitzenkandidat in den Wahlkampf und Nico Haase für "Wir für Emmeringen".

Probleme sieht Klenke allerdings in Hornhausen und Hadmersleben. Die Ortschaftsräte beider Ortsteile stellen neun Plätze bereit, von denen mindestens sieben besetzt werden müssen. "Jedoch stellen sich in Hornhausen nur sechs Kandidaten zur Wahl, nämlich zwei Christdemokraten, zwei Sozialdemokraten sowie ein Kandidat für Die Linke und Wolfgang Lortz als Einzelkämpfer", sagt der Bürgermeister.

Ähnlich sehe es in Hadmersleben aus. Hier stellen sich mit sechs CDU-Mitgliedern sowie Ulrich Neumann als Einzelkämpfer zwar sieben Kandidaten zur Wahl. "Doch ob Spitzenkandidat Urban Jülich alle seine Parteigenossen mitziehen kann, bezweifle ich sehr," meint Klenke. In beiden Orten hält er Ergänzungswahlen für mehr als wahrscheinlich. "Deshalb sollten so viele wie möglich wählen gehen, dann können wir Nachwahlen vermeiden", hofft der Wahlleiter.

Am 11. April sollen die Abstimmungen im Oschersleber Amtsblatt bekannt gemacht werden. Zwischen 20. und 30. April werden dann die Wahlbenachrichtigungen versendet. Klenke: "Hier wird auch auf die Anforderung der Briefwahl, die jedem Wahlberechtigten freisteht, hingewiesen. Diese kann im Übrigen ab dem 5. Mai auch im Einwohnermelde- amt erfolgen." Am Wahltag könne dann jeder Wahlberechtigte in der Zeit von 8 bis 18 Uhr seine Kreuze machen. Zwei Tage später werde dann der Wahlausschuss, um das Wahlergebnis laut aktuellem Kenntnisstand bekannt zu geben.

Den Worten Klenkes zufolge haben die Bürger bis zum 21. Juni Zeit, Einsprüche geltend zu machen. "Diese Zahl ist sehr gering. In den vergangenen zehn Jahren kam das vielleicht zweimal vor", erinnert er sich. Beispielsweise habe ein Wähler angegeben, dass er mit einem Bleistift sein Kreuz hatte machen müssen, das dann hätte wegradiert werden können. "Dieser Verdacht stellte sich aber als unbegründet heraus", so Klenke.