Sieben Kubikmeter Müll haben die Mitglieder der Jagdgemeinschaft Hamersleben in der Um- gebung ihres Heimatortes gesammelt. Diese Aktion wollen sie im nächsten Jahr wiederholen.

Hamersleben (rdö) l Beim Frühjahrsputz in der Umgebung von Hamersleben hat die Jagdgemeinschaft zur Jagd auf einen "Dreckspatz" geblasen. Und Andreas Schmalz von der Jagdgemeinschaft Hamers- leben informiert weiter: "Leider ist diese Spezies nicht vom Aussterben bedroht, denn überall lässt sie Unrat liegen." So dass die sieben Mitglieder der Jagdgemeinschaft am Ende ihres Einsatzes etwa sieben Kubikmeter Müll zusammen hatten.

"Ausgerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Schaufeln haben wir alles weggeräumt, was der besagte `Dreckspatz` in die Landschaft getragen hatte", so Andreas Schmalz weiter. Die Gemeinschaft um Jagdleiter Steffen Schmalz, die mit Traktor und Anhänger unterwegs war, hatte Müll aller Art gesammelt - von Autoreifen über Bauschutt bis hin zu Altmetall. "Auch viele Säcke gefüllt mit Biomüll haben wir gefunden", so Schmalz. Eine von der Abfallentsorgung des Landkreises bereitgestellte Sieben-Kubikmeter-Mulde sei schnell voll gewesen.

"Viele Leute machen sich offensichtlich keine Gedanken, dass der Müll auch zu Umweltschäden oder Ver- letzungen bei Wild und Haustieren führen kann. So kann es dazu kommen, dass Plastiktüten oder Plastikteile gefressen werden und die Tiere jämmerlich verenden." Oder die Tiere würden hineintreten und den Gegenstand nicht mehr los werden. "Die Folge sind üble Verletzungen." Ein auch immer wiederkehrendes Problem seien Drahtreste, in denen sich Wildtiere, insbesondere Reh- böcke mit ihrem Gehörn, verfangen können. Oft würden die Tiere tagelang versuchen, sich freizukämpfen und sich dabei schwere Verletzungen zufügen.

"Ist es denn wirklich so schwer, Müll auf legale Weise zu entsorgen?", fragten sich die Waidmänner, besonders, da es heutzutage vielfältige kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten auch für Sperrmüll und Schadstoffe gebe. "Alte Autobatterien werden beispielsweise von den Händlern zurückgenommen und müssen nicht heimlich entsorgt werden", stellt Schmalz fest.

Einhellige Meinung der Jäger sei am Ende der Aktion gewesen, dass diese Putzaktion auch im nächsten Jahr fortgeführt werde. "Dennoch ist jeder Bürger dazu aufgerufen, seine Umwelt sauber zu halten und sein eigenes kleines Naherholungsgebiet zu pflegen. Müllfreie Landschaften sind für alle Menschen ein Stück Lebensqualität", so Schmalz.