Die Wanzlebener Tafel hat allein im Vorjahr 5460 Lebensmittelpakete an Bedürftige verteilt. 101 Haushalte meldeten sich 2013 neu an. Um den "Alten Bahnhof" mit all seinen sozialen Angeboten am Laufen halten zu können, ist der DRK-Kreisverband Wanzleben auch hier auf Spenden angewiesen. Das Rote Kreuz ruft deshalb ab 22. April zur zweiten großen Altkleideraktion auf.

Wanzleben l Um seine regionalen Einrichtungen mit sämt- lichen sozialen Hilfsangeboten, wie die Tafel, die Suppenküche oder den Kleiderladen im ehemaligen Wanzleber Bahnhof, auf sichere finanzielle Füße stellen zu können, ist der DRK-Kreisverband auch auf Spenden angewiesen. Unter der Überschrift "Sachspende zur Geldspende" startet das DRK vom 22. April bis zum 8. Mai eine große Alkleidersammlung.

"Wir betreiben die Sammlung in unserem Verbandsgebiet in jenem Zeitraum aus zwei Gründen. Einerseits erhalten wir dadurch für unseren sozialen Kleiderladen gut erhaltene Textilien, um benachteiligte Menschen damit versorgen zu können. Das Angebot wird seit der Eröffnung Anfang 2011 sehr gut angenommen. Allein 2013 haben 4392 Kunden das Kleider-Angebot in unserem Sozialen Zentrum genutzt", erklärt Einrichtungsleiterin Margitta Falkenberg.

"Andererseits generieren wir durch den Verkauf der Überschüsse freie Mittel für unseren sozialen Projekte. Das Geld investieren wir in ehrenamtliche Projekte wie beispielsweise in den Erhalt des Sozialen Zentrums, das Jugendrotkreuz oder in die Begegnungsstätten und Familienangebote. Diese Einnahmen sind eine wichtige Quelle zur Finanzierung unserer Arbeit in den Gemeinden."

Benötigt wird neben tragbarer Bekleidung, auch Wäsche, Strickwaren und Heimtextilien aller Couleur und Art. "Wir benötigen auch dringend Hosen und Oberteile in Übergrößen sowie Schuhe paarweise gebündelt", erklärt die DRK-Mitarbeiterin. "Gern würden wir auch festliche Kleidung für die bevorstehenden Jugendweihefeiern anbieten wollen."

Die Spendenaktion wird ein jeweils dreiköpfiges Team, das sich aus Ehrenamtlichen und Bundesfreiwilligendienstlern zusammensetzt, durch mehrere Ortschaften des Kreisverbandsgebietes führen.

"In Vorbereitung auf die Straßensammlung haben viele fleißige Helfer der DRK-Ortsvereine und Jugendrotkreuz-Mitglieder bereits 20000 Infoblätter, auf denen der genaue Abholtermin für die jeweilige Gemeinde steht, per Hand verteilt", erklärt DRK-Mitarbeiter Stephan Dill. Er empfiehlt allen Spendern ihre wetterfest verpackten Altkleidersäcke erst am Tag der Abholung gut sichtbar an den Straßenrand zu legen. "Die Sammlung erfolgt auch bei schlechter Witterung", merkt er an.

Die eingesammelten Textilien werden direkt nach der Abholung im Kleiderladen des DRK von den ehrenamtlichen Helfern in Augenschein genommen. "Besonders gut erhaltene Stücke kommt unseren Bedürftigen zugute. Der Großteil fließt als Rohstoff in die Wiederverwertung. Dieser Erlös wird zweckgebunden für den Erhalt und die Sicherung unserer freiwilligen, sozialen Dienstleistungen direkt vor Ort verwendet", versichert Margitta Falkenberg.

In den vergangenen Jahren sei jedoch zu beobachten gewesen, dass die Anzahl der gespendeten Kleidersäcke stetig abgenommen habe. "Das liegt auch daran, dass immer mehr Altkleider-Recycling-Anbieter auf den Markt drängen und überall ihre Container aufstellen. Aber nicht nur in diesem Punkt setzen wir als Hilfsorganisation auf die Mithilfe der Kommunen, um unsere 37 Container auf den öffentliche Flächen unterhalten zu können", erklärt der Wanzleber. "Auch mit dem Auslaufen der Förderprogramme für das Ende 2010 eröffnete Soziale Zentrum sind wir auf die Unterstützung der Gemeinden, aus denen unsere Bedürftigen kommen, angewiesen."

2654 Hilfebedürftige, darunter 746 Kinder, sind derzeit im Sozialen Zentrum angemeldet. Mit einem Anteil von 47 Prozent kommt die Mehrheit aus der Stadt Wanzleben - Börde, 24 Prozent sind aus dem Sülzetal, 17 Prozent kommen aus der Verbandsgemeinde Obere Aller und zwölf Prozent aus der westlichen Börde.

Im Vorjahr wurden in der Wanzlebener Tafel insgesamt 5460 Lebensmittelpakete zum Preis für je zwei Euro an Bedürftige ausgegeben. Parallel dazu hatten sich 101 Haushalte neu angemeldet.

"Beim Angebot der Suppenküche platzen wir mittlerweile aus allen Nähten. Hier wurden im Vorjahr 9008 Gäste gezählt. Die Einrichtung hat sich gut etabliert. Die Resonanz auf das soziale Kleiderladen-Angebot zeigt, dass hier jede Spende dringend benötigt wird", betont Margitta Falkenberg.

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