In Gunsleben ist sowohl in der Oberen und der Unteren Bergstraße als auch in der Straße Zickzack der Abwasserkanal in der Erde. Bis Ende Juni sollen auch die Straßen selbst nebst Fußwegen und anderen Nebenanlagen fertig sein. Im Zuge dieser Arbeiten ist jetzt eine Pumpstation in Betrieb genommen worden.

Gunsleben l Es dauert noch knapp drei Monate, dann sind in Gunsleben die ersten neuen Straßen der Nachwende-Zeit fertig. Denn Ende Juni sollen die Bauarbeiten in der Straße Zickzack sowie in der Unteren und Oberen Bergstraße beendet sein, die die Gemeinde Am Großen Bruch und der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) gemeinsam in Angriff genommen haben. Auf dem Weg zum Bauende ist jetzt mit der Inbetriebnahme der Zickzack-Pumpstation für den dort verlegten Abwasserkanal eine weitere Etappe geschafft.

"Jetzt haben die Grundstückseigentümer die Möglichkeit, auch dort ihre Hausanschlüsse zu verlegen oder verlegen zu lassen und ihre Grundstücke an die zentrale Abwasserentsorgung anzuschließen", sagt Vinny Zielske. Und die TAV-Geschäftsführerin fügt hinzu, dass danach die Straßendecke geschlossen und die gesamte Baumaßnahme beendet wird, mit der Mitte September vergangenen Jahres begonnen worden ist. Und zwar in der Unteren Bergstraße. Das hat bis Anfang No- vember gedauert. Dann war alles - vor allem Regenwasserkanal und Schmutzwasserkanal - in der Erde und ist die Straße wieder so hergerichtet gewesen, wie sie zuvor ausgesehen hat. Denn eine umfangreiche Sanierung der Fahrbahn und der Nebenanlagen war hier nicht vorgesehen.

In einem Teil der Oberen Bergstraße und vor allem in der 230 Meter langen Straße Zickzack aber schon. Hier wurden nicht nur Leitungen verlegt, sondern hier wird auch alles andere neu. Womit schon parallel zu den Leitungsarbeiten begonnen worden ist. Vor allem sind Arbeiten an den neuen Gehwegen schon sehr fortgeschritten.

Der TAV hat für seine Arbeiten, also für den Bau der Abwasserkanäle 312000 Euro eingeplant. Während die Gemeinde 600000 Euro für den Regenwasserkanal sowie für den Straßenbau und die Erneuerung der Nebenanlagen vorgesehen hat. Von denen aber etwa 75 Prozent das Land im Rahmen des Leader-Förderprogramms übernimmt. Den Rest zahlt die Gemeinde und zahlen die Grundstücksbesitzer mit Straßenausbaubeiträgen.

Im vergangenen Jahr ist in Gunsleben mit dem Bau der zentralen Abwasserentsorgung begonnen worden und zwar in der Hauptstraße. Zuvor hat der TAV eine 2,8 Kilometer lange Abwasser-Überleitung nach Wackersleben gelegt und dort die Kläranlage um zwei Klärteiche sowie um eine Pumpstation erweitert.

Und mit den beiden Bergstraßen sowie der Straße Zickzack ist das Gunsleber Abwasserprojekt auch noch nicht beendet. Einige kleine Straßen müssen den Abwasserkanal noch bekommen. Diese Straßen nimmt sich der TAV gleich im Juli vor, um bis zum Jahresende alles erledigt, sprich ganz Gunsleben an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen zu haben.