Die Wahlen zu den Ortschaftsräten und des Gemeinderates waren nur ein Thema, über das die Kandidaten des SPD-Ortsverbandes Sülzetal während eines Stamm- tisches diskutierten. Auch die vielfältigen Probleme der Gemeinde standen im Mittelpunkt der Ge- spräche.

Sülzetal l Mit 20 Männern und Frauen konnte der SPD-Ortsverband Sülzetal erstmals wieder eine schlagkräftige Truppe als Kandidaten für die künftigen Ortschafträte und den Gemeinderat aufstellen. "Aussichtsreiche und kompetente Bürger wurden gefunden, die Verantwortung für die Gemeinde und für die Ortschaften übernehmen möchten. Dafür sage ich schon mal Danke", sagte SPD-Ortsverbandschef Christan Wolff. Um miteinander ins Gespräch zu kommen, um Schwerpunktthemen für den Wahlkampf zu diskutieren, hatte die SPD des Sülzetals zum Stammtisch nach Osterweddingen eingeladen. Hier sollte auch die Bevölkerung schon mal die Gelegenheit erhalten, mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Nun, dieses Ziel wurde nicht erreicht. Die Kandidaten blieben an diesem Abend unter sich. Das sollte nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn die Diskussionen zeigten auch, dass sich die Kandidaten noch "zusammenraufen" müssen.

Die derzeitige Situation der Gemeinde mit all ihren vielen Problemen wurde besonders umfassend diskutiert. "Die momentane Situation der Gemeinde ist nicht einfach. Es gibt nichts, was wir verteilen können. Stattdessen müssen wir Einsparvorhaben für die Haushaltskonsolidierung vermitteln. Unsere erste Aufgabe muss es sein, dass das Sülzetal wieder eine wirtschaftlich starke und vor allem handlungsfähige Kommune wird. Dafür tretet ihr an", so Christian Wolff. Knackige Eckpunkte, ohne sich inhaltlich zu verzetteln, sollen den Wahlkampf und die künftige Arbeit im Gemeinderat und in den Ortschaftsräten bestimmen. Der neuen politischen Führung müsse es besser gelingen, das Wir-Gefühl zu stärken. Und während der Stammtisch-Gespräche wurde deutlich, dass die Einheitsgemeinde Sülzetal gerade vom Wir-Gefühl momentan weit entfernt sei. Nur wenn die Dinge und Probleme künftig offener angesprochen werden, würde dies mehr zum "Wir" führen. Deshalb planen die SPD-Kandidaten in Sachen Wir-Gefühl am 10. Mai eine Radtour durch alle Ortes des Sülzetals. Alle interessierten Bürger können sich der Tour anschließen. Der Treffpunkt wird noch bekanntgegeben.

Im Verlauf der Diskussionen wurde ebenso deutlich, dass es nichts bringe, ewig im Gestern zu stochern. Nur wenn man nach vorn schaue, würde es im Sülzetal auch wieder vorwärts gehen.

Christian Wolff schlug im Verlauf des Abends vor, dass der SPD-Ortsverband eine Initiative in Richtung Wirtschaft starten sollte. "Die ortsansässigen Betriebe sollten mehr motiviert werden, auszubilden, um junge Leute hier zu halten. In diesem Zusammenhang sollten wir uns mehr dafür stark machen, dass das ursprüngliche Konzept der Ganztagsschule, die enge Verbindung von Schule und Wirtschaft, tatsächlich umgesetzt wird. Künftige Gemeinderatsmitglieder sollten hier mehr Initiative zeigen. Erst recht, da der Gemeindehaushalt jährlich mit einer Summe von knapp einer Millionen Euro allein durch die Schule belastet wird.

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