Ummendorf l Die österlichen Suchaktionen sind vorüber, und beim Ummendorfer Trachten- und Brauchtumsverein richtet man den Blick nun auf den nächsten Anlass mit altüberliefertem Festtagsritual. Eines, das von den Vereinsmitgliedern anfangs des neuen Jahrtausends wiederentdeckt und -belebt worden ist und sich zu einem beliebten Frühjahrstreff mit Musik, Kostümen und Bräuchen gemausert hat. Ganz klar, die Rede ist von der Tradition des Maibaumaustellens. Der Verein pflegt diese gern auf frühere Bördeart - ein munteres, dörfliches Stelldichein im Stile des 19. Jahrhunderts.

"Vor allem gehört die selbstgeschlagene Maie dazu, also die junge geschmückte Birke", so Sigrid Prier vom Trachten- und Brauchtumsverein. Zum 13. Mal stellen die Mitglieder, unterstützt von der Feuerwehr, den Maibaum auf dem kleinen Wiesengrund vor der Heinemannschen Scheune auf. "Der Frühling hat sich in diesem Jahr schon früh eingestellt, die milden Temperaturen haben das Birkengrün schon kräftig sprießen lassen", frohlockt Prier und hofft mit ihren Mitstreitern auf einen ebenso sonnigen Maianfang.

Der Tag in der Wormsdorfer Straße beginnt um 10 Uhr. Zu den Klängen der Ummendorfer Schalmeienkapelle und einem Programm des Kindergartens wird die Birke eingelassen, wie auch die Kletterstange, die mit Süßwaren an ihrer Krone zum Hochziehen herausfordert.

Danach verlagert sich das Geschehen direkt auf den historischen Gemeinde-, Schul- und Vereinshof, wo zunächst noch eine zweite offizielle Zeremonie folgt: "Der Feiertag wird auch genutzt, um die neue Tür zur Festscheune einzuweihen", erklärt Sigrid Prier. In der Scheune wird eine Bilderausstellung zu sehen sein, Fototafeln vom regen Kulturangebot des Trachten- und Brauchtumsvereins. Die "Allerfrösche" der Ummendorfer Kita werden auf dem Hof einen Kinderflohmarkt aufbauen, "und natürlich wird für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt sein", so Prier.