"Der Dachschaden" am Klein Wanzleber Feuerwehrgerätehaus soll bis Ende Mai behoben und repariert sein. Rund 400 Quadratmeter werden mit neuem Ziegel eingedeckt. 72000 Euro werden investiert. Wann die beiden kleineren Dächer erneuert werden können, ist noch unklar.

Von Sabrina Krug

KleinWanzleben l Seit Anfang April eingerüstet, sollen die Bauarbeiten am Hauptdach des Klein Wanzleber Feuerwehrgerätehauses Ende Mai abgeschlossen sein. Den Zuschlag für den "Aus alt mach neu"-Auftrag hat eine ortsansässige Firma erhalten. Das hatte jüngst Bürgermeisterin Petra Hort (Die Linke) auf der Stadtratssitzung in Seehausen mitgeteilt.

Für die überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 20000Euro für die insgesamt 72000Euro teure Dach-Sanierung am Mitteldach hatte Ende vergangenen Jahres der Bauausschuss "grünes Licht" gegeben. "Die Bauleute haben bereits damit begonnen, die alten Ziegel nebst Holzlattung und Dachhaut auf der Rückseite des Mitteldachs zu entfernen", erklärt Bauamtsmitarbeiterin Ines Darius.

"Seit 2007 dringt das Wasser hier durchs Dach. Teilweise so stark, dass das Wasser durch zwei Stockwerke hindurch lief. Bei schlechter Wetterlage haben wir sogar schon auf dem Dachboden Schnee schieben müssen", hatte Ortswehrleiter Henning Helmecke bereits im Vorfeld berichtet. Den Schneeschieber können er und seine 26 aktiven Kameraden mit Beginn der Bauarbeiten getrost vom Dach in den Keller räumen.

Schließlich werden im Zuge des ersten Bauabschnitts insgesamt rund 400 Quadratmeter Ziegel erneuert.

Die bereits 2012 nach dem Rückbau der Gauben für rund 10500 Euro neu eingesetzten drei Dachfenster müssen dabei noch einmal ausgebaut werden. "Über die alten Rundgauben hatte sich bis zum Einsetzen der neuen Dachfenster immer wieder das Regenwasser seinen Weg ins Gebäude gesucht. Die Gauben wurden mit der Fensterkonstruktion entfernt. Für die Modernisierung des Mitteldachs müssen die drei Fensterelemente allerdings noch einmal herausgenommen werden. Sie werden mit dem Neueindecken wieder eingesetzt", merkt Ines Darius vom Bauamt auf Nachfrage an.

Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk durch die immer wieder eindringende Nässe seien bislang nicht festgestellt worden, sagt sie. Jedoch könne man Folgeschäden nie ausschließen. "Das Einsetzen der Dachfenster hat bereits Wirkung gezeigt. Diese Baumaßnahme 2012 war Gold wert", meint der Ortswehrleiter.

Eine Beeinträchtigung durch das Baugerüst würde es laut Wehrleitung bei einer Alarmierung der Kameraden übrigens nicht geben. Das hier untergestellte Mannschafts-transportfahrzeug (MTF) könne das Gebäude dank einer Gerüstlücken-Konstruktion im Torbogen ohne Weiteres Richtung L102 verlassen.

Weil für eine Komplettsanierung des Hauptdachs bislang immer das Geld fehlte, hätten die defekten Flächen auch immer nur notdürftig repariert werden können, hatte mit der Mittelfreigabe Ende vergangenen Jahres Ortsbürgermeister Horst Flügel erklärt.

Die Modernisierung der zwei kleineren Teildächer soll in zwei weiteren Etappen erfolgen. "Diese beiden Bauabschnitte werden sich auf insgesamt 36000 Euro belaufen", rechnet Ines Darius vor, die die hierfür benötigten Gelder bereits in den Entwurf des Haushaltes eingestellt hat. "Doch noch ist der Haushalt nicht bestätigt", merkt sie an. Somit bleibt die Antwort auf die Frage, wann die beiden Teildächer modernisiert werden können, offen.

Die Investition für die komplette Dach-Sanierung in drei Bauabschnitten wird sich auf insgesamt 110000 Euro belaufen.

 

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