Die aktuelle Förderperiode des EU-Programms Leader ist mit Ende des Jahres 2013 ausgelaufen. Auch Oschersleben, vor allem jedoch seine Ortsteile, haben davon profitiert. Im kommenden Jahr könnte die nächste Förderphase beginnen.

Oschersleben l "Mit insgesamt 1,1 Millionen Euro konnten in den vergangenen sieben Jahren 23 Projekte in Oschersleben gefördert werden", erklärt der vom Land eingesetzte Leader-Manager Wolfram Westhus.

Die größte Summe, rund 177000 Euro, kam beispielsweise dem ehemaligen Kloster in Alikendorf für Sanierungsarbeiten am Hof sowie am Dach und der Fassade des Wohnhauses zugute. Weitere 115000Euro erhielt der Verein "Emmeringer Kirche und Kunst" für die Sanierung des entweihten Gotteshauses. Und mit rund 105000 Euro Förderung konnte die Sanierung des Kirchturmes in Hornhausen angegangen werden. Die Fördersummen für weitere Projekte beliefen sich Westhus` Angaben zufolge zwischen rund 5000 und 94000 Euro.

"Das hilft Stück für Stück, vor allem historische Substanz zu sichern."

Leader-Manager Wolfram Westhus

"Das erscheint auf den ersten Blick nicht so viel. Doch will die Europäische Union ja nicht der Wirtschaft helfen, bei der es zumeist um Hilfen in Millionen-Höhe geht", betont Westhus. Vielmehr soll das Fördergeld über Bürger und Kleingewerbetreibende zielgerichtet eingesetzt werden. "Das hilft Stück für Stück, vor allem historische Substanz zu sichern. Und auf diesem Gebiet ist hier eine Menge passiert", versichert der Leader-Manager und verweist zum Beispiel auf die Sanierung des Schlossturmes in Ampfurth als Teil der Telegrafenlinie von Berlin nach Koblenz oder die Wiederherstellung der evangelischen Kirche in Klein Oschersleben. "Eckart Römmer hat durch seinen unermüdlichen Einsatz aus einer Ruine wieder eine Kirche gemacht", betont Westhus. Nach seinen Worten sind in mehreren Stufen rund 94000 Euro in die Sanierung der Fenster, des Gewölbes und der Apsis geflossen.

Mit dem Leader-Programm fördert die EU seit 1991 Projekte, Investitionen und Aktionen, die zu einer nachhaltigen Stärkung ländlicher Räume beitragen. Seit dem Jahr 2007 profitieren auch Oschersleben und die Westliche Börde davon, die sich gemeinsam in der "Lokalen Aktionsgruppe Börde" zusammengeschlossen haben und seither versuchen, Projekte gefördert zu bekommen. "Das hat bisher sehr gut geklappt: Insgesamt 2,3 Millionen Euro flossen als Leader-Mittel in die Börde", betont Westhus, der davon ausgeht, dass die nächste Förderperiode 2015 beginnt. Die Vorbereitungen liefen bereits.

Unterdessen ruft Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos) Projektverantwortliche und Kleingewerbetreibende zur Stärkung und Verschönerung der Börde auf: "Ich kann nur raten, weiterhin Fördermittel über dieses EU-Programm zu beantragen, auch wenn die kommende Periode wohl erst im nächsten Jahr beginnt", sagt das Stadtoberhaupt.

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