In Hecklingen wächst eine Partnerschaft noch fester zusammen. Senioren vom Sozialverband und Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung auf dem Hecklinger Wachtberg sind sich noch näher gekommen. Sie haben jetzt ein Kontaktcafé ins Leben gerufen.

Hecklingen l Heute ist es wieder soweit. Pünktlich um 14 Uhr wird es im Therapiezentrum der Lebenshilfe wieder Begegnungen und viele nette Gespräche geben.

Mitglieder der Frauengruppe des Sozialverbandes Hecklingen und Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung vom Wachtberg, wo Menschen mit einer psychischen Krankheit betreut werden, treffen aufeinander. Zum gemeinsamen Plaudern. Sie sind sich nicht fremd. Im Gegenteil. Die Männer und Frauen kennen sich seit vielen Jahren. Gegenseitige Besuche und Einladungen zu Festen und Veranstaltungen schafften eine Verbindung und Vertrauen. Das Ganze mündet jetzt in einem gemütlichen Beisammensein, einmal in der Woche.

Für beide Seite erwächst ein Vorteil daraus. Wohnstättenleiter René Wullstein erklärt, dass soziale Kontakte und Freundschaften für die Bewohner, die von der Krankheit betroffen sind, extrem wichtig sind. "Sie dürfen sich nicht einigeln." Dazu trage die neu gefunden Aktion einmal mehr bei. Im Rahmen der Inklusion, so die fachliche Beizeichnung für solche Formen der Zusammenführung, sei die Idee, einmal in der Woche gemeinsame Sache zu machen ideal.

"Es sind Themennachmittage geplant. Im Mittelpunkt steht das schöne Miteinander."

Und auch die Senioren sind mehr als zufrieden. In den Räumen des Therapiezentrums in der Schulstraße fühlen sich die Frauen sichtlich wohl. Ihre Sprecherin Elisabeth Meyer kann den neuen Örtlichkeiten nur Positives abgewinnen. Die Mitglieder sehen das ebenso.

Zuvor kam die Montagsrunde zum Frauennachmittag in der Begegnungsstätte in der Hamburger Straße zusammen. (Die Volksstimme berichtete). Dieses Domizil, das der Verband angemietet hatte, haben die Mitglieder mit ihrem Umzug ins Therapiezentrum nun aufgegeben.

Natürlich halfen beim Tragen der Kisten die Bewohner gern mit. "Sie sind alle so nett und hilfsbereit", freut sich Elisabeth Meyer über die Unterstützung in jeder Hinsicht.

Damit wird aus dem Frauentreff des Sozialverbandes, der seit jeher immer montags in der früheren Begegnungsstätte bei Handarbeit oder Gesellschaftsspielen zusammen kam, das Kontaktcafé im Therapiezentrum.

Und was wollen die Besucher dort künftig gemeinsam erleben? Dazu René Wullstein: "Es sind Themennachmittage geplant." Dazu werde natürlich nicht immer kommen. "Im Mittelpunkt steht das schöne Miteinander."

Kürzlich trafen sich alle zusammen das erste Mal in dieser neuen Form. Pünktlich zum Osterfest bastelten die Teilnehmer Frühlingsgestecke unter Anleitung einer Floristin.

Gabriele Voigt gab beim Pflanzen von Primeln und Stiefmütterchen Tipps rund um den richtigen Umgang. So erfuhren die Teilnehmer, dass Gartenerde aus dem Baumarkt meist mit Langzeitdünger versehen ist, was die Wurzelbildung fördert. "Erde aus dem Garten ist zudem meist zu lehmig", so Gabriele Voigt.

Sie erklärte auch, warum es sich anbietet, unter die Erde Styropor oder Tonscherben zu legen, wenn im Topf kein Loch ist. "Damit das Wasser sich nicht staut", so die Blumenexpertin.

Wer sich für die Treffen und den Sozialverband interessiert, erfährt mehr unter (0 39 25)28 46 27