Viel Schweiß lief am Sonnabend in der Kindertagesstätte (Kita) "Wawuschel" in Oschersleben. 18 Eltern, deren Kinder und Erzieherinnen trafen sich zum großen Arbeitseinsatz, um den Außenbereich fit für die Zukunft zu machen. Hier haben jetzt auch die Allerkleinsten ihren eigenen Bereich.

Oschersleben l "Unsere Betriebserlaubnis war für die Betreuung von Kindern ab null Jahren erweitert worden. Doch wir haben festgestellt, dass ein separater Außenbereich für die Krippenkinder mit entsprechenden Spielgeräten und Bodenbeschaffenheiten her muss", erklärt die Kita-Leiterin Susanne Specht.

Daraus hatte sich letztlich ein Elternprojekt entwickelt. Das Kuratorium unter Federführung von Nicole Müller machte sich auf Sponsorensuche und war fündig geworden. "Der Rollrasenspezialist `Hof Esser` aus Groppendorf hat uns eine neue Grünfläche im Wert von 400 Euro spendiert. Ein anderes Unternehmen stellte uns fahrbare Blumenkästen zur Verfügung. Die haben Edwin und Sophie Gruve besorgt", bringt die Kita-Leiterin ihre Dankbarkeit zum Ausdruck. Außerdem waren neuer Sand für die Spielgeräte sowie Kräuter und Blumen für die Verschönerung besorgt worden.

Nun musste das spendierte Material nur noch verbaut und gepflanzt werden. Auch da hatte sich das Elternkuratorium nicht lumpen lassen und zu diesem Arbeitseinsatz aufgerufen. Gefolgt waren nicht nur 18 Eltern, deren Kinder und die Erzieherinnen, die geschippt, geharkt, ausgehoben, gejätet und gepflanzt haben. Selbst der Vorstand der Arbeiterwohlfahrt Börde (AWO), Andreas Schmidtgen, war vor Ort und schob eine Karre voll Sand nach der nächsten an die dafür bestimmten Abnehmer: Ein Gruppe unterfütterte damit das Karussell, andere benötigten das goldgelbe Material für den neuen Sandkasten und an der Schaukel wurde auch davon gebraucht.

Während eine weitere Gruppe mit dem Bepflanzen der neuen Blumenkübel beschäftigt war, nahmen sich andere Eltern schon einmal der neuen Bewegungsbaustelle an. "Hier können sich die Kinder aus verschiedenen Materialien und Teilen, die immer hier liegen werden, irgendetwas zusammenbauen. Der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt", sagt Susanne Specht. Dank des unermüdlichen Einsatzes war bis zum Nachmittag all das geschafft, was Eltern und Erzieherinnen sich vorgenommen hatten. Damit ist nun auch der Außenbereich komplett fertiggestellt.

Denn die Kita "Wawuschel" in Trägerschaft der AWO war bis vor wenigen Monaten komplett saniert worden. Mit dem ersten Bauabschnitt, der Renovierung des Krippenbereiches, wurde bereits im Jahr 2012 begonnen. Im August des vergangenen Jahres folgte dann der Beginn des zweiten Bauabschnitts. Ziel war vor allem die längerfristige Einsparung von Energiekosten. So wurde das Projekt auch mit Mitteln aus dem Landesprogramm Stark III gefördert, mit dem die energetische Sanierung von Schulen und Kitas nach vorn getrieben werden soll.

Zudem konnte die AWO weitere Mittel für die komplette Innensanierung sichern. "Insgesamt wurde eine Antragssumme von fast einer halben Millionen Euro bewilligt", sagte die Kita-Leiterin. Ferner gab es eine Unterstützung der Lotterie "Aktion Mensch" in Höhe von über 10000 Euro.

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