Mit ihren Baumpflanzungen wollen die Gröninger Grundschüler dazu beitragen, dass die Stadt grüner wird. Am Dienstag betätigten sich die Viertklässler im Zuckerpark als Nachwuchs-Gärtner.

Gröningen l Dieser Baum wird niemals Äpfel tragen, das wusste der Viertklässler Ale-xander ganz genau. Der Grund: Der Baum, den Alexander und seine Klassenkameraden aus der Gröninger Friedrich-Hoffmann-Grundschule aus Anlass des kürzlich stattgefundenen Tages des Baumes im Zuckerpark gepflanzt haben, ist eine Winterlinde. Den Mädchen und Jungen war es aber letztlich egal, ob es eine Linde oder ein Apfelbaum ist - in ein paar Jahren werden sie mit Stolz sagen: Als dieser Baum gepflanzt wurde, waren wir dabei.

Und genau das wollen auch der Unternehmer Thomas Rozanski und Schulleiterin Karola Rozanski, die im vergangenen Jahr die Idee zum Baumpflanzprojekt geboren haben. Nachdem im vergangenen Jahr jedes Kind aus der damaligen vierten Klasse einen Baum am Weg zum Faulen See gepflanzt hatte, hat die jetzige vierte Klasse diesmal nur einen Baum gepflanzt. "Die Aktion soll zur Tradition werden und alljährlich von denen durchgeführt werden, die dann die Schule verlassen", erklärte Karola Rozanski.

Die theoretische Vorbereitung der Aktion war Teil des Sachunterrichtes. So wussten die Kinder beispielsweise schon, was es mit dem Tag des Baumes auf sich hat und welche Bedeutung die Bäume für den Menschen haben.

Mit Spaten und Harken kamen die Kinder an dem von der Stadt zugewiesenen Pflanzplatz an, doch bevor sie zur Tat schreiten konnten, musste erst einmal schwereres Gerät anrücken. Das Gras auf der Grünfläche stand wie überall im Zuckerpark sehr hoch und musste erst einmal abgemäht werden. Unter fachlicher Anleitung von Thomas Rozanski gruben die Mädchen und Jungen dann ein Loch, setzten den Baum in die Erde und gossen ihn kräftig an. So sind sie guter Hoffnung, dass die Winterlinde prächtig gedeiht.