In gleich mehrfacher Hinsicht stand das Thema Straßen in der Altenweddinger Ortschaftsratssitzung zur Debatte. Nicht einverstanden sind die Räte mit der Ablehnung eines Stop-Schildes an der Auffahrt zur B 246a im Bahrendorfer Weg. Hier solle der Landkreis noch einmal prüfen.

Altenweddingen l Wer vom Weizengrund aus hinter dem Sportplatz auf die B 246a (Bahrendorfer Weg) in Altenweddingen fahren möchte, der muss vorsichtig an die Ausfahrt heranfahren, denn diese wird vom kombinierten Fuß- und Radweg gekreuzt. Die Sicht auf den Weg wird durch eine Mauer behindert. Weil nicht nur der Ortschaftsrat Gefahren vor allem für die Radfahrer sieht, war angeregt worden, ein Stop-Schild aufzustellen. Ein Vororttermin unter anderen mit dem Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises wurde anberaumt. Während der Ortschaftsratssitzung vor einigen Tagen informierte Ortsbürgermeister Friedrich Rabe (Die Linke) über diesen Treff.

In der örtlichen Verkehrsschau an der Ausfahrt Weizengrund und an der Karlstraße sollte festgestellt werden, ob die Voraussetzungen für ein Stop-Schild gegeben sind. Wie jetzt auch der Fachdienstleiter Straßenverkehr des Landkreises, Jürgen Till, bestätigt, seien die Voraussetzungen nicht gegeben, ein Stop-Schild aufzustellen.

Nachdem Friedrich Rabe das Antwortschreiben in der Ortschaftsratssitzung verlesen hatte, waren sich die Räte einig: "Dieses Schreiben und die Konsequenz, dass kein Stop-Schild aufgestellt wird, wird der Realität nicht gerecht und entspricht nicht den örtlichen Gegebenheiten."

Vor der Sanierung der B 246a im Bereich des Bahrendorfer Weges in Altenweddingen stand vor der Ausfahrt Weizengrund ein Spiegel. So konnten Autofahrer, die aus der Seitenstraße kamen, Fuß- und Radweg besser einsehen. Dieser Spiegel sollte wieder aufgestellt werden, meint der Ortschaftsrat.

Nach Brückenkontrolle halbseitige Sperrung

Nicht minder problematisch stellt sich die Ausfahrt aus der Karlstraße dar. Wie ein Bürger kürzlich die Volksstimme aufmerksam machte, sei das Linksabbiegen von der Karlstraße auf den Bahrendorfer Weg deshalb so kreuzgefährlich, weil die in den Parkbuchten abgestellten Fahrzeuge eine ungehinderte Sicht auf die viel befahrene Bundesstraße unmöglich machen. Auch hier wäre ein Spiegel eine gute Lösung, so der Bürger.

Das Thema Spiegel, um eine bessere Sicht zu schaffen, sei bei der örtlichen Verkehrsschau kein Thema gewesen, erklärte Jürgen Till auf Nachfrage. "Das Aufstellen eines Spiegels in diesem Bereich wurde bisher nicht beantragt. Ich nehme jedoch die Mail der Volksstimme als Anlass, dieses zeitnah zu prüfen", so der Fachdienstleiter Straßenverkehr.

Für womöglich längere Zeit steht den Altenweddingern eine halbseitige Sperrung in der Straße Am Föhr ins Haus.

Bei der Überprüfung einer Brücke über einen Graben in dieser Straße musste festgestellt werden, dass die Brücke Schäden aufweist. Da die Gemeinde momentan finanziell nicht in der Lage ist, die Brücke zu sanieren oder zu reparieren, wird die halbseitige Sperrung wohl länger andauern.

Deshalb werden für die Sperrung auch feste Elemente verwendet, die nicht verrückt werden können, macht Bauamtsleiterin Madeleine Bürger aufmerksam.

Inzwischen wurde die zulässige Tonnenbegrenzung für die betroffene Straße Am Föhr auf zwei Tonnen herabgesetzt.

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