"Pfingsten auf der Trautenburg" heißt es auch in diesem Jahr wieder am Pfingstsonnabend, 7. Juni, in Ausleben. Dann spielen und singen die Mitglieder der Theatergruppe des örtlichen Heimatvereins Ot-Wa-Au-Lingen "Vaders 80. Jebortsdag". Geprobt wird aber jetzt schon.

Ausleben l Als nach 53 Jahren Ehe die Frau von Oberamtmann Heinrich Friedrich Wahnschaffe verstirbt, wirft er doch in seinem betagten Alter noch einen Blick auf Demoiselle Sachleben. Sogar von Heirat ist die Rede! Seine Kinder sind davon natürlich gar nicht begeistert und schnell spricht sich die Geschichte in ganz Warsleben-Altona herum. Auch im Hause Linnemann hört man davon. Opa Linnemanns 80. Geburtstag steht bevor, doch eigentlich hat der alte Herr gar keinen Lebensmut mehr. Das ändert sich aber schlagartig und so nehmen wieder eine ganze Menge Verwicklungen ihren Lauf.

So oder so ähnlich könnte es sich vor 200 Jahren tatsächlich zugetragen haben, wie es die Mitglieder der Theatergruppe des Ausleber Heimatvereins Ot-Wa-Au-Lingen im Stück "Vaders 80. Jebortsdag" auf der Bühne vortragen. Uraufgeführt werden soll es am Pfingstsonnabend, 7. Juni, in Ausleben. Das Drehbuch stammt auch in diesem Jahr wieder aus der Feder von Doris Damke. Auf die Frage, ob es nicht schwierig ist, für 16 Schauspieler eine Rolle zu erfinden, antwortet sie: "Meist habe ich beim Schreiben schon genau vor Augen, wer welche Charaktere spielen soll. Dann versuche ich, die Rollen auch entsprechend anzulegen." Wie gut ihr das gelingt, beweisen die Erfolge der Aufführungen in den vergangenen Jahren.

Die Ereignisse in den Theaterstücken seien angelehnt an die Ortschronik des Helmut Mette. "Personen und Namen sind zwar erfunden, orientieren sich aber an alten Warsleber Familien", sagt Damke. "Unseren Laienschauspielern macht es auch in diesem Jahr wieder viel Spaß, in die Rollen der Warsleber Vorfahren zu schlüpfen", erzählt der Vereinsvorsitzende und Regisseur, Frank Peters. Damit am Pfingstsonnabend alles klappt, heißt es jetzt: immer wieder üben. Die vierte Probe am Freitag fand erstmals am Aufführungsort, dem Schloss Trautenburg, statt. Regisseur Peters lobte danach die Laienschauspieler: "Alle sind wieder sehr gut vorbereitet und kennen ihren Text fast lückenlos." Nun werde an Details für die Aufführung gefeilt.

Am Pfingstsonnabend soll der Nachmittag um 14.30 Uhr zunächst mit einem gemüt- lichen Kaffeetrinken beginnen. Pünktlich um 15.30 Uhr hebt sich dann der Vorhang.